Stadt Zug will wegen gutem Abschluss Steuern senken

ZUG ⋅ Ein Plus von fast 37 Millionen Franken weist die Rechnung 2017 der Stadt Zug aus. Budgetiert war ein Überschuss von lediglich gut zwei Millionen Franken. Als Grund für den positiven Abschluss sieht der Stadtrat das Wirtschaftswachstum. Der Steuerfuss soll deshalb von 58 auf 54 Prozent gesenkt werden.
12. April 2018, 10:17

Der grosse Ertragsüberschuss habe auch den Stadtrat überrascht, schreibt dieser in einer Mitteilung vom Donnerstag. Als Gründe nennt er zwei Faktoren: Dank einem besseren wirtschaftlichen Umfeld habe die Stadt mehr Steuern eingenommen. Zudem habe die Stadtverwaltung die Ausgaben dank disziplinierter Arbeit total im Griff.

Der Aufwand lag 2017 bei 256 Millionen Franken, der Ertrag bei 293 Millionen Franken. Lange habe nichts auf ein derart gutes Ergebnis hingedeutet, wird der Vorsteher des Finanzdepartements, Karl Kobelt (FDP), in der Mitteilung zitiert. Das kräftige Wirtschaftswachstum habe zu deutlich höheren Fiskalerträgen geführt.

So nahm die Stadt Zug bei den natürlichen Personen mit 134 Millionen Franken denn auch fast 23 Millionen mehr ein als budgetiert. Die juristischen Personen lieferten mit rund 81 Millionen Franken etwa gleich viel ab wie im Vorjahr. Insgesamt wurden Steuern in der Höhe von gut 224 Millionen Franken eingenommen.

Sehr hohe Eigenkapitalquote

Der positive Abschluss hat nun Auswirkungen auf die Finanzplanung: Der Stadtrat will bereits ab diesem Jahr die Steuern senken. Der Steuerfuss soll neu bei 54 statt 58 Prozent des kantonalen Einheitssatzes liegen, wie es in der Mitteilung heisst. Dies sei ein langfristiges Ziel und Teil der Finanzstrategie 2019-2025.

Wegen der Neubewertung des Finanzvermögens im vergangenen Jahr stiegen die Vermögenswerte der Stadt um 77,2 Millionen Franken. Mit 76 Prozent liegt denn auch die Eigenkapitalquote so hoch wie seit 2012 nicht mehr.

Die Stadt hat im vergangenen Jahr auch kräftig investiert. Insgesamt gab sie 37 Millionen Franken aus, was nach 2012 (49,1 Millionen Franken) der zweithöchste Investitionsbetrag ist. Den Löwenanteil machen die Ausgaben für die Vorflutleitung Zugersee (11,4 Millionen) und die Sanierung des Theater Casinos (10,0 Millionen) aus.

sda


 


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