Stolperfallen und ein Gerücht

NEUHEIM ⋅ Die Gemeindeversammlung hat kaum Anlass zu Diskussionen gegeben – bis auf die Rüge eines Wanderers.
06. Dezember 2017, 08:04

Es herrschte gelebte Gemeindeversammlungskultur am Dienstag in der Neuheimer Lindenhalle: Der offenkundig passionierte Wanderer Werner Gabriel bemängelte aufgebracht «Stolperfallen» in einem Wanderweg im Gebiet Winden. Der zuständige Werkhofmitarbeiter Paul Joller schritt ans Mikrofon und erklärte, dass es sich um Wasserrinnen handle, was Gabriel nicht glücklich stimmte. Schliesslich beruhigte der Gemeindepräsident Roger Bosshart (FDP) die Situation, indem er eine persönliche Begehung in Aussicht stellte.

Darüber hinaus bot die von 55 Stimmberechtigten besuchte Versammlung keine Stolperfallen (siehe Box). Und dies, obwohl über die Themen Sozialhilfe und Asylunterkunft informiert wurde. Der Sozialvorsteher Franz Keiser (parteilos) sagte, dass die Vereinbarung über die Auslagerung der wirtschaft­lichen Sozialhilfe an die Gemeinde Baar per Anfang 2018 gerade gestern vom Kanton genehmigt worden sei.

Werweissen über den Standort der Unterkunft

Und er erwähnte, dass die Gemeinde Neuheim gemäss Verteilschlüssel «zirka 20» Asylsuchende aufnehmen müsste, gegenwärtig aber nur 5 beheimate. Über die geplante, mögliche Asylunterkunft waren keine Details zu erfahren. Bevor über den Bau abgestimmt würde, würde es ohnehin eine Informationsveranstaltung geben. Am Apéro im Foyer nach der Versammlung machte jedoch das Gerücht die Runde, die Unterkunft würde bei der ehemaligen Kaserne ausserhalb des Dorfs gebaut werden. (bier)

Die Beschlüsse

Das Protokoll vom 17. Mai 2017 wurde gutgeheissen; das Budget 2018 mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 67 Prozent wurde einstimmig genehmigt. (bier)


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