Zytturm-Triathlon: Stolz auf das Erreichte

ZUG ⋅ Rund 160 Mädchen und Knaben haben sich am ersten Tag des Zytturm-Triathlons mächtig ins Zeug gelegt. Der Schweiss floss in Strömen – und auch Freudentränen.
18. Juni 2017, 20:23

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

Die Sonne brannte unbarmherzig vom wolkenlosen Himmel. Das hinderte gegen 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer nicht daran, die am ersten Tag des Zuger Zytturm-Triathlons teilnehmenden rund 160 Mädchen und Knaben lautstark anzufeuern. Eine etwas ältere Frau sagte zu Recht: «Es ist bewundernswert, wie mächtig sich die Kids ins Zeug legen. Ich schwitze schon beim Zusehen.» Vor dem Triathlon wurde erstmals ein Duathlon für 7- bis 9-jährige Mädchen und Knaben ausgetragen. Chiara Staubli (9) aus Neuheim, die in ihrer Kategorie als Dritte im Ziel einlief, sagte: «Der erste Run von 350 Metern und die beiden je 500 Meter auf dem Bike vermochte ich gut zu bewältigen. Aber der zweite, abschliessende Run von nochmals 500 Metern war extrem streng, weil ich schon etwas müde war.» Aber sie habe Gas gegeben, weil sie unbedingt einen Platz auf dem Podest erreichen wollte.

Mit der gewonnenen Medaille um den Hals und dem ebenfalls erhaltenen flauschigen Badetuch in den Händen, ergänzte Chiara: «Es ist schade, dass meine Paradedisziplin, das Schwimmen, beim Duathlon nicht auf dem Programm stand.» Mutter Karin Staubli sagte: «Chiara hat beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke wegen falscher Platzwahl etwas Zeit eingebüsst. Dass sie dennoch Dritte wurde, freut mich ganz besonders.»

Die Elite ist nicht anwesend

Während die aus Ried-Brig VS angereiste Duathlonsiegerin Giulia Zenklusen Freudentränen vergoss, weinte ein kleiner Knirps herzzerreissend in den Armen seiner Mutter, weil er kurz vor dem Ziel noch von zwei Mitkonkurrenten überspurtet worden war (die Ranglisten werden auf www.zytturmtriathlon.ch aufgeschaltet). Dass am Zytturm erstmals ein Duathlon zur Austragung gelangte, begründete der Baarer Heinz Bamert, der als Chef einem 14-köpfigen Organisationskomitee und 300 Helfern vorsteht, wie folgt: «Normalerweise steht ein Elite-Triathlon-Rennen auf dem Programm. Dieses konnte nicht durchgeführt werden, weil die Besten heute an den Europameisterschaften in Kitzbühl teilnahm.»

Wie die Duathlon-Kids lieferten sich auch die Triathleten in den Kategorien Schüler und Jugend (10 bis 17 Jahre) spannende Wettkämpfe. Der stimmgewaltige Speaker Martin Müllhaupt aus Wetzikon kommentierte laufend das Geschehen im rund 23 Grad warmen Wasser des Zugersees und auf dem glühend heissen Asphalt. Müllhaupt versicherte: «Es macht mir Spass, die Schwimmer, Biker und Runner und das Publikum laufend über den Stand des Wettkampfes informieren zu können.» Schelmisch lächelnd schob Müllhaupt nach: «Ein guter Speaker schwatzt halt gerne.»

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Rund 160 Mädchen und Knaben haben sich am ersten Tag des Zytturm-Triathlons mächtig ins Zeug gelegt. Der Schweiss floss in Strömen – und auch Freudentränen.


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