Sturm «verhudled» Stände

BAAR ⋅ Petrus war der diesjährigen Baarer Chilbi nicht wohlgesinnt. Am Sonntagnachmittag sind bei einem Sturm einige Marktstände beschädigt worden – die Verantwortlichen reden von «Glück im Unglück».
14. November 2017, 05:00

Nils Rogenmoser

redaktion@zugerzeitung.ch

Viele treue Chilbigängerinnen und Chilbigänger waren sich auch dieses Jahr nicht zu schade, dem garstigen und kalten Unwetter zu trotzen und, mit dicker Jacke und Regenschirm bewaffnet, an die Baarer Chilbi zu gehen. Während es am Samstag bloss bei Regen blieb, sorgte ein Sturm am Sonntagnachmittag für einige bange Minuten.

Thomas Bürge ist für die Bewirtschaftung der Baarer Chilbi verantwortlich und spricht vom eindrücklichsten Vorfall in den letzten dreissig Jahren: «Wir haben an der Chilbi in den letzten paar Jahren leider des Öftern schlechtes Wetter gehabt. Am Sonntag gegen 16 Uhr stürmte es aber ein paar wenige Minuten wirklich heftig, was zur Folge hatte, dass einige Stände ziemlich ‹verhudled› wurden. Es entstanden dabei kleine Sachschäden – Sachen wurden weggewindet und verregnet und einige Schirme komplett verbogen.»

«Es hätten auch Personen verletzt werden können»

Thomas Bürge rechnet den Baarerinnen und Baarer Chilbigängern hoch an, dass sie gleich zur Stelle gewesen seien, um den Standbetreibern unter die Arme zu greifen: «Die Chilbigänger waren sehr hilfsbereit und haben gleich mitangepackt. Ich finde dies eine schöne Geste.» Nachdem der heftigste Teil des Sturms vorbeigewesen sei, hätten viele Standbetreiber begonnen, ihre Ware einzupacken, um sie vor allfälligen weiteren Böen oder vom Regen zu schützen. Diese seien aber glücklicherweise ausgeblieben. Trotz der ungemütlichen und bangen Minuten spricht Bürge von «Glück im Unglück», der Sturm hätte auch weitaus Schlimmeres anrichten können: «Zum Glück ist nichts Schwerwiegendes passiert. Es hätten bei diesem Sturm auch Personen verletzt werden können. Aber so kamen alle mit dem Schrecken davon.»

Auch dieses Jahr gab es an der Baarer Chilbi beim Schulhaus Marktgasse Vergnügungsbahnen und auf der gesperrten Dorfstrasse einen grossen Markt. Beizen und Zelte, wo die Chilbigänger etwas trinken konnten, fehlten auch nicht. Traditionsgemäss endete die Chilbi gestern Abend um 19 Uhr.


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