Unterhaltung auf höchstem Niveau

BAAR ⋅ Die Feldmusik zieht die zahlreichen Besucher ihres Jahreskonzertes mit intensiven Rhythmen und weiten Klangspektren in ihren Bann und entführt sie in die Welt der computeranimierten Trickfilme.
15. Mai 2017, 04:38

Der Tenor fällt anerkennend aus in der Pause, in der sich einige Gäste ein Glas Prosecco gönnen, um den ersten Konzertteil nachklingen zu lassen. Unter der Leitung von Roman Caprez hatte die Feldmusik Baar das Publikum gerade zuvor mit Philip Sparkes technisch anspruchsvoller, ursprünglich für Fanfaren-Orchester geschriebener «Sinfonietta No. 4» in den Bann gezogen. Sie ist eines der Stücke, mit dem die Musiker am Bezirksmusikfest Fluh teilnehmen werden. Beim zweiten Stück handelt es sich um den «Georg-Bilgeri-Marsch» von Wolfram Öller.

«Es freut uns sehr, dass Sie den Weg hierher gefunden haben. Sie werden es nicht bereuen», begrüsste Sybille Kaiser die zahlreich erschienenen Delegationen und Gäste. Und die neue Präsidentin der Feldmusik Baar versprach nicht zu viel. Es wurde ausserirdisch: Der Staub von der Oberfläche des Asteroiden Ito­kawa war ein wichtiger Meilenstein für die Astronomie. Die Kapsel der Raumsonde Haya­busa kehrte am 13. Juni 2010 zur Erde zurück, nachdem sie unter diversen Schwierigkeiten Bodenproben vom Asteroiden gesammelt und eine siebenjährige Reise von mehreren Millionen Kilometern zurückgelegt hatte.

Der Komponist Yagisawa Satoshi wurde damals gebeten, ein Stück zur Erinnerung an die erfolgreiche Mission zu schreiben. Nach der fulminanten Eröffnung durch die Tambouren entführte die Feldmusik ihr Publikum im Gemeindesaal mit Satoshis «Fanfare Hayabusa» in den Weltraum.

Reise in die Welt der Pixar-Filme

Die Moderatorin Anita von Wyl begleitete die Gäste kompetent und mit vielen spannenden Informationen durch den Abend. An diesem wurde den Besuchern nach der Pause dann überdies ein Einblick in die Welt der Pixar-­Filme geboten. Gestartet wurde die musikalische Reise in die Welt der computeranimierten Kino­filme mit dem Soundtrack des Streifens «The Incredibles», der mit weltweiten Einspielergeb­nissen von über 631 Millionen ­US-Dollar zu den erfolgreichsten Computeranimationsfilmen gehört. Der musikalische Abstecher in diese fantastische Welt wurde an der Leinwand mit Bildern unterlegt und liess unter anderem auch Erinnerungen an die Geschichte der ungestümen Figur Merida aufkommen, die sich in dem von Pixar produzierten Film mit dem Originaltitel «Brave» uralten heiligen Sitten widersetzt und dadurch Chaos anrichtet. An Aussenseiter, die über sich hinauswachsen können, wurde musikalisch mit «Planes» erinnert. Auch das Meisterwerk «Toy Story 2» fehlte nicht im Konzertprogramm.

Daniela Sattler

redaktion@zugerzeitung.ch


Leserkommentare

Anzeige: