Kommentar

Krippensubventionen: Vergleichbare Werte, bitte!

Zoe Gwerder über die Vielzahl an Tarifsystemen der Kinderkrippensubventionen.
12. November 2017, 05:00

Der Vergleich der Krippensubventionen gleicht einer Herkulesauf­gabe. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Tarifsysteme ist er so auch nur begrenzt gültig. Eigentlich schade!

Denn nicht nur für uns Journalisten wären vergleichbare Zahlen wichtig, um für unsere Leser und damit auch für die betroffenen Familien Änderungen einzuordnen. Auch die Gemeinden, deren Stimmbevölkerung und die Politiker hätten wohl Vorteile. Den Gemeinden gäbe dies eine Messbasis, um sich mit anderen Gemeinden zu vergleichen – und von deren Erfahrungen zu profitieren. Die Politik und später auch die Stimmbevölkerung hätte eine Grundlage, zu erfassen, was eine vorgeschlagene Änderung der Tarifordnung bedeutet.

Klar will jede Gemeinde noch selber bestimmen können, wie sie subventioniert und wo die Obergrenze des Subventionsanspruchs liegt – das soll sie auch können. Dass der Kanton nicht in die Gemeindeautonomie eingreifen will, macht Sinn. Gerade in einem kleinen Kanton wie Zug sollte es doch aber möglich sein, sich zu finden.

Würde nämlich nur schon die Berechnung des «massgebenden Einkommens» – die Referenz, an der die Höhe der Subvention gemessen wird – vereinheitlicht, wäre die Lage deutlich besser zu überblicken. Und es gäbe nicht nur uns Journalisten die Möglichkeit, auch Änderungen des Tarifsystems kurzfristig einzuordnen. Auch die Bevölkerung wüsste so, woran sie ist.

 

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@ zugerzeitung.ch


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