Wegen Sparmassnahmen: Zuger Laufbahnberatung wird kostenpflichtig

KARRIERE ⋅ Die Laufbahnberatung für über 25-Jährige im Kanton Zug wird kostenpflichtig: Wer sich beraten lassen will, muss ab sofort die Hälfte der Kosten übernehmen.
12. April 2018, 10:12

Grund für die Änderung sind die Sparmassnahmen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilt. Deshalb werde eine «sozialverträgliche Kostenbeteiligung» eingeführt. Ein eineinhalbstündiges Erstgespräch beispielsweise kostet neu 150 Franken und dauert rund 1,5 Stunden. Für einen Bewerbungscheck oder ein reines Informationsgespräch bei bereits klaren Zielvorstellungen sind rund 45 Minuten vorgesehen und die Pauschale halbiert sich auf 75 Franken. Personen, welche ihren Wohnsitz nicht im Kanton Zug haben, müssen für die gesamten anfallenden Kosten aufkommen. Die Basis bildet in diesem Fall ein Stundenansatz von 200 Franken.

Im Gegensatz zu den umliegenden Kantonen bot der Kanton Zug die Laufbahnberatung für Erwachsene bisher kostenlos an. Ab dem 1. Januar kostet die Beratung 100 Franken pro Stunde, bei Erstberatungen wird mit Pauschalen gerechnet. Der Kanton will so rund 60'000 Franken pro Jahr zusätzlich einnehmen.

Für Arbeitslose bleibt es gratis

Die Änderung gilt aber nicht für alle. Der Kanton will Ausnahmen zulassen, so etwa für Sozialhilfebezüger, Bezüger von IV-Ergänzungsleistungen und Arbeitslose, die beim RAV gemeldet sind. Bei diesen übernimmt das RAV die Beratungskosten.

Gratis bleibt die Beratung auch für Personen ohne Berufs- oder Mittelschulabschluss, weil der Kanton diese «so stark wie möglich beim Erwerb eines Berufsabschlusses unterstützen» will. (sda/rem)

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