«Freien Bühne»: Wetterglück und positive Feedbacks

WALCHWIL ⋅ Mehr Leben auf den Dorfplatz bringen – dieses Ziel verfolgte die Kulturkommission mit der «Freien Bühne». Mit dem Resultat ist der Gemeinderat zufrieden. Die Chancen für eine Wiederholung stehen gut.
15. Juli 2017, 08:02

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Seit etwas mehr als zwei Jahren hat Walchwil einen neuen Dorfkern. Im März 2015 wurde die Zentrumsüberbauung im Herzen der Gemeinde eröffnet. Doch abgesehen vom Treiben im heutigen Riviera Café war auf dem frisch gestalteten Dorfplatz bislang wenig los. Das wollte die Kulturkommission ändern. Sie hat deshalb die «Freie Bühne» ins Leben gerufen. Das Ziel: Eine Plattform für Laien und Künstler aus den unterschiedlichsten Sparten bieten, Leute zusammenbringen und den Dorfplatz beleben. Die Band Die Jauks machte am 9. Juni den Auftakt.

Letzte Woche nun fand der vorerst letzte von insgesamt elf Auftritten auf der Freien Bühne statt, die Holzelemente sind inzwischen bereits wieder abgebaut. Welches Fazit ziehen die Verantwortlichen? Stefan Hermann, Vorsteher Bildung/Kultur, ist zufrieden, wie er auf Anfrage sagt. «Wir durften mit der Walch­wiler Bevölkerung tolle Abende erleben. Die Feedbacks waren extrem positiv, die Bevölkerung empfand das Projekt als grosse Bereicherung.» Man habe gute Erfahrungen sammeln und Anregungen für weitere Projekte entgegennehmen können. «Zudem kam uns das gute Wetter entgegen.» Lediglich ein Anlass musste wegen der Witterung um eine Woche verschoben werden. Der Jongleur «Dave TheKleine» gab sein Können zum Teil im Café anstatt draussen zum Besten. «Er musste wegen des Regens improvisieren, was er aber perfekt löste», sagt Hermann. Zwischen 50 und 200 Personen haben laut dem Mitglied der Kulturkommission die Veranstaltungen besucht.

«Hauptprobe» für die Alphornbläser

Neben der Trachtentanzgruppe standen auch die Zuger Band Kurious Kurt & Söhne, der Kirchenchor oder der Graffiti-Künstler Ralph Hospenthal auf der Bühne. Auf die Frage, welcher Anlass das Highlight gewesen sei, antwortet der CVP-Gemeinderat: «Das Highlight war, dass wir eine Vielfalt an Auftritten hatten und alle guten Anklang fanden.» Speziell sei sicher gewesen, dass die Alphornbläser eine Art «willkommene Hauptprobe» vor dem Eidgenössischen Jodlerfest in Brig-Glis abhalten konnten.

Angesichts der positiven Bilanz liegt die Frage nach einer Wiederholung auf der Hand. «Wir werden an der nächsten Sitzung der Kulturkommission alles analysieren, ein Fazit ziehen und danach entscheiden. Ich denke, die Chancen stehen gut», verrät der Kulturvorsteher. Man habe das Gefühl, dass einige, die dieses Jahr auftraten, wiederkommen würden. «Zudem hat die Musikschule Interesse angemeldet, und von der Theatergruppe kam auch schon ein vages Signal. Sogar die Schwinger machten sich schon Gedanken.» Die Kulturkommission, so sagt Stefan Hermann, werde sicher am Ball bleiben, auch was allfällige zusätzliche Veranstaltungen be­treffe. «Auf dem Dorfplatz ist grundsätzlich vieles möglich, und vielleicht entstehen noch weitere Projekte, inspiriert durch die Freie Bühne.»


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