Morgartenschiessen: Wo sich die Schützengemeinde trifft

MORGARTEN ⋅ Auf dem Feld oberhalb des Denkmals heisst es am 15. November wieder: «Guet Schuss!»
13. November 2017, 08:02

Bereits zum 104. Mal ist am 15. November das Feld oberhalb des Denkmals in Morgarten Schauplatz des Morgartenschiessens. Um 7 Uhr am Mittwochmorgen gedenken die Mitglieder der organisierenden Betriebs- und Schützenkommission des Morgartenschützenverbandes aber zuerst der gefallenen Kameraden und legen einen Kranz ­nieder. ­ Die besinnliche Morgenandacht findet in der Kirche Hauptsee statt.

Bevor mit dem Schiessen um 8.45 Uhr begonnen werden kann, geben die Zeigerchefs die letzten Anweisungen, der Sanitätsposten wird auf den Ernstfall vorbereitet, der Schiessplatz eingerichtet und der Funk kontrolliert. Dann heisst es: «Feuer frei!» für die fast 1300, aus allen Landesgegenden angereisten Schützinnen und Schützen – darunter auch der junge Schützenkönig des diesjährigen Zürcher Knabenschiessens, Jakob Marten. Darauf macht John R. Hüssy, Vizepräsident der Morgartenschützenkommission, im Pressebericht zum Morgartenschiessen aufmerksam. «Der ­Sicherheit wird allerhöchste Priorität eingeräumt, die Schützenmeister wachen sorgsam über einen geordneten Schiessbetrieb», schreibt Hüssy weiter.

Festredner ist Divisionär Lukas Caduff

Um die Mittagszeit treffen an die 200 Ehrengäste ein. Diese werden vom Präsidenten der Morgarten-Schützenkommission und Zuger Regierungsrat Urs Hürlimann begrüsst. Danach be­- sich­tigen die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Armee sowie Sponsoren und Freunde des Morgartenschiessens den Schiessbetrieb. Anschliessend gibt es den traditionellen Ordinäri – einen Eintopf mit Kartoffeln und Fleisch – zum Mittagessen.

Um 14.30 Uhr heisst es dann «Ende Feuer». Danach gibt das Militärmusik-Spiel ein einstündiges Konzert auf dem Platz. Unter den Klängen des Fahnen-Marsches wird um 16 Uhr die Verbandsfahne in die historische Hütte getragen. «Dort herrscht unter den 500 anwesenden Schützen, Schützinnen, Gästen und Freunden eine wahrlich ­vaterländische Hochstimmung. Man muss dies wirklich einmal ­erlebt haben, um jenes Gefühl beschreiben zu können», beschreibt John R. Hüssy die Szenerie. Die Festansprache hält um 16.20 Uhr Divisionär Lukas Caduff, Kommandant der Territorialregion 3. Danach folgen das Absenden und die Ehrungen der Wettkämpferinnen und Wettkämpfer.

red


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