Zuger fahren immer mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln

VERKEHR ⋅ Die Nachfrage im öffentlichen Verkehr des Kantons Zug hat im Jahr 2017 erneut zugenommen: Gegenüber dem Vorjahr haben 1,9 Prozent mehr Reisende die Bahnen und Busse des Regional- und Ortsverkehrs im Kanton benutzt. Das sind 565'000 Fahrten mehr als im Vorjahr.
17. April 2018, 10:02

Von den beförderten Reisenden entfielen gut 19,5 Millionen Teilfahrten auf die Buslinien inklusive der Zugerbergbahn und knapp 10,5 Millionen Teilfahrten auf die Stadtbahn- und S-Bahn-Linien, wie der Kanton Zug am Dienstag mitteilte. Nicht berücksichtigt sind die Reisenden, welche die SBB-Fernverkehrszüge benutzt haben.

Viel zum Ergebnis beigetragen hat das Bahnangebot mit einem Wachstum von 5,7 Prozent. Am stärksten zugelegt hat dabei der "Korridor" Cham-Zug mit 7 Prozent zusätzlichen Reisenden. Damit waren erstmals über vier Millionen Passagiere mit der Stadtbahnlinie S1 auf diesem Abschnitt unterwegs, wie es weiter heisst. Auch die anderen "Korridore" hätten sich erfreulich entwickelt.

Busverkehr stagniert

Die Busnachfrage verzeichnete hingegen ein Null-Wachstum - obwohl der Bus weiterhin stark genutzt wird und fast doppelt so viele Reisende mit dem Bus unterwegs sind als mit der Bahn. Das Null-Wachstum entspreche jedoch den Erwartungen, "da Angebotskürzungen als Folge von Sparprogrammen umgesetzt wurden".

Ein weiterer Grund: Die Busse sind in einem verkehrstechnisch stark belasteten Umfeld unterwegs, auch der wachsende Verkehr hat Auswirkungen auf die Pünktlichkeit.

Trotzdem verzeichnen die Bushubs in Rotkreuz und in der Stadt Zug Zunahmen von 2,4 Prozent respektive 3,6 Prozent. In Cham sind die Nachfragezahlen mit -1,9 Prozent hingegen schon zum zweiten Mal in Folge rückläufig.

sda


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