Am Anfang war das Feuer

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im Auftrag von Do it + Garden Migros Luzern
«Das Leben ohne Musik ist einfach ein Irrtum», sagte der Philosophen Friedrich Nietzsche. Wir ergänzen: „Ohne Grillieren auch“.
17. Mai 2017, 08:00
Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der Luzerner Zeitung im Auftrag von Do it + Garden Migros Luzern erstellt. Do it + Garden Migros Luzern trägt die redaktionelle Verantwortung für diesen Inhalt. Hier geht es zu den Richtlinien für Sponsored Content der Luzerner Zeitung.

Eine Currywurst grillen oder doch lieber eine Bratwurst grillieren? Der Reihe nach: In der Schweiz wird gemäss Duden grilliert. Den Ausdruck Grillen – ein Teutonismus - verwenden die Deutschen. Aber das ist in der Sache nicht von Relevanz. Erstens ist der Anteil in der Schweiz lebender deutscher Staatsbürger so hoch, dass theoretisch auf 100 Mal grillieren satte 15 Mal grillen fällt (Quelle Bundesamt für Statistik, Jahr 2015) und zweitens ist es Wurst, wie die wohl primitivste Form der Speisezubereitung genannt wird. Hauptsache es schmeckt, was vom Grill kommt.
 
Damit im Zusammenhang mit der Verwendung des Adjektivs «primitiv» kein Missverständnis aufkommt: Auf dem Rost oder einer rostähnlichen Kochstelle zubereitete Speisen gehören zur Menschheit, seit der Homo Erectus (lateinisch: der aufgerichtete Mensch) vor rund 1,8 Millionen Jahren die Kunst des Feuermachens entdeckt hat und kulinarisch zu nutzen weiss. Bis auf den heutigen Tag hat diese ursprünglich dem Mangel an alternativen Zubereitungsformen geschuldete Technik nichts von ihrer Faszination eingebüsst. Brötle oder BBQ für Barbecue ist ein Lifestyle und so etwas wie die Konstante in der Evolutionsphase des Homo Sapiens, eine Art Erbe und Mahnmal der eigenen Geschichte.
 
Mahnmal unter anderem auch deshalb, weil Puristen des Grillierens auf die Kraft des Feuers in seiner ursprünglichen Form schwören, sprich dem Energieträger Holzkohle huldigen. Holzkohle verkörpert das Element Feuer ohne Umwege über eine chemische Verarbeitung und sie gibt Hitze quasi unplugged ab. Das verleiht dem Gegrillten diese unvergleichliche, leicht herbe rauchige Geschmacksnote, die in uns Menschen unbewusst Urinstinkte weckt. Aber Achtung! Holzkohle ist nicht gleich Holzkohle. Es gibt Qualitätsunterschiede. Hochwertiges Fleisch über minderwertiger, mit Rauch und Gasen verunreinigter Hitze bruzzeln lassen, kann das Genussvergnügen trüben. Als Tipp: Holzkohle im Fachhandel kaufen und sich beraten lassen.
 

Die Gretchenfrage

Gas und Strom sind beliebte Alternativen zur Holzkohle oder zu Koks (gepresster Holzkohlestaub). Es gibt aber auch Grillausrüstungen, welche einzig und alleine die gebündelte Kraft der Sonnenstrahlen nutzen, um die Wurst und andere Grilladen ins Schwitzen zu bringen. Die Frage, welche Art von Hitzeerzeugung in welchem System – ob offen oder wie beim Kugelgrill geschlossen – zum besten Resultat führen, ist so sinnvoll, wie die Frage nach der persönlichen Geschmacksvorliebe: Es gibt keine eindeutige, allein gültige Antwort. Jeder wie ihm beliebt.
 

Eine Kunst für sich

Weniger Spielraum gibt es in Bezug auf das Knowhow. Grillieren will gelernt sein. Schon als Kind erfährt man, dass Cervelatbrötle über offenem Feuer ganz schön tricky sein kann. Viele Faktoren müssen beachtet werden, um ein geniessbares Resultat zu erzielen. Wir rasch doch so eine Wurst verkohlte Finger spreizt, oder aussen zwar schwarz ist, innen aber noch kalt. Die maximal vereinfachte Formel dazu: Die richtige Hitze (Temperatur) zur richtigen Zeit (Dauer des Brätelvorgangs) am richtigen Ort (Richtung, aus der die Hitzebestrahlung erfolgt). Auch hier der Tipp dazu: Eine gute Vorbereitung und das passende Grillwerkzeug garantieren zwar noch keinen Applaus, sind aber empfehlenswerte Voraussetzungen, um für den Aufwand am Grill, später am Tisch das erhoffte Lob einheimsen zu können.
Damit wäre nun auch noch der wohl bedeutendste Aspekt sozusagen auf dem Grill gelandet: Die Geselligkeit. Grillieren ist weit mehr, als schnöde und profan möglichst unkompliziert ein Hungergefühl loszuwerden. Wobei unkompliziert eben auch möglich ist – eine Bratwurst vom Grill verbindet ganze Völker. Sie nivelliert Klassenunterschiede bis auf den letzten Wurstzipfeltupfer in den Senf und den finalen Schluck Bier dazu. Grillieren in seiner unerschöpflichen Kreativität ist das Zelebrieren der Freizeit und die Pflege von Freundschaften schlechthin – die Einhaltung der Hausordnung vorausgesetzt, sonst können sich Freundschaften auch buchstäblich in Rauch auflösen. Beim gemütlichen Barbecue in der untergehenden Abendsonne lösen sich die Sorgen der Woche ätherisch leichtflüchtig in köstlich leckere und Appetit anregende Düfte auf.

Jil Lüscher

 
Nachgefragt bei *Daniel Helfenstein zum Thema Grillieren
 
Daniel Helfenstein, ein Grill, Hitze, etwas Essbares auf den Rost und Aufmerksamkeit - vier Grundvoraussetzungen, damit Grillieren gelingt. Welches der vier Elemente ist am wichtigsten?
Daniel Helfenstein: Ohne Essbares auf dem Grill nützt alles nichts. Die Qualität des Produktes kommt erst bei der richtigen Temperatur und Zubereitung zur Geltung. Am wichtigsten ist es, dass alle Komponenten optimal eingesetzt werden: Das richtige Grillgut, der passende Grill, die perfekte Hitze und genügend Zeit, um ein feines Essen zuzubereiten.
 
Umgekehrt gefragt: Was sollte man unbedingt vermeiden, damit Grillieren nicht zum Stress wird?
Daniel Helfenstein: Zeitmangel und fehlende Kenntnisse zur richtigen Anwendung des Grills.
 
Was gehört bei Ihnen immer dazu?
Daniel Helfenstein: Ein Messgerät, welches die Kerntemperatur im Innern des Grillgutes misst und ein Timer, zwei Hilfsmittel, die ich nur empfehlen kann. Dann ist für mich Vorbereitung das A und O. Und richtiges Timing: Wenn ich weiss, wann ich was auf den Grill legen muss, kann ich beim Grillieren so richtig relaxen. Es ist wie beim Kochen am Herd, ein richtiges mise on place ist auch beim Grillieren unerlässlich.
 
Holzkohle, Gas oder Strom - welcher Hitzespender ist Ihr Favorit?
Daniel Helfenstein: Das ist sehr individuell. Aktuell sind Gasgrills sehr gefragt und die Nachfrage ist steigend. Ich bevorzuge das Grillieren mit Kohle, einerseits wegen der Geschmacksnote, andererseits fasziniert mich das Feuer. Es hat so etwas Ursprüngliches in sich.
 
Gibt es andere Faktoren, die für oder gegen eine bestimmte Art von Grill sprechen?
Daniel Helfenstein: Sicher müssen die örtlichen Verhältnisse berücksichtigt werden. Grillieren in einer Wohnsiedlung kennt andere Auflagen, als Grillieren im eigenen Garten. Am besten ist es natürlich man hat verschiedene Möglichkeiten in einem Gerät, zum Beispiel Gas und Kohle. Ein Elektrogrill hat im eigentlichen Sinn nicht viel mit Grillieren zu tun, ist aber oftmals auf kleinen Balkonen eine gute Alternative, um das Outdoorfeeling beim Kochen erleben zu können.
 
Worauf sollte man beim Kauf einer Grillausrüstung achten?
Daniel Helfenstein: Auf die Bedürfnisse und die Platzverhältnisse – für wie viele Personen soll grilliert werden. In manchen Innenhöfen oder auf Balkonen darf man mit Kohle nicht grillieren. Die Hausordnung beachten und mit dem Vermieter sprechen, sind Antistressfaktoren.
 
Kommt der Sommer, grilliert die Schweiz, als gäbe es kein Morgen. Was macht denn den besonderen Reiz dieser Speisezubereitung aus?
Daniel Helfenstein: Sommer- oder Ferienfeeling, Freizeit, Zeit mit Familie und Freunden, Kochen unter freiem Himmel – dieser Mix ist generationenübergreifend und zeitlos beliebt.
 
Und dann noch die Genderfrage: Die Frau bereitet den Salat und die Beilagen vor, der Mann steht am Grill - ein Stereotyp, oder die Wahrheit?
Daniel Helfenstein: Ja, das ist ein oft verbreitetes Phänomen. Jedoch trauen sich immer mehr Frauen an den Grill, was ich für eine gute Entwicklung halte. Denn Grillieren macht, ob von Mann oder Frau, einfach Freude.
 
*Daniel Helfenstein ist Experte rund um das Thema Grill bei Do it und Garden Migros Luzern.
 
 

DAS REZEPT DAZU

Heisser Tipp - Pulled Pork

Zutaten für 4 Personen:
1 Kilo Schweinsschulter
Eisberg-Salat
Bundzwiebeln
2,5 dl Apfel-Essig
2,5 dl Süssmost
Honig
Salz, Pfeffer, Paprika
Hamburger-Brötli
 
Zubereitung:
Fleisch am Vorabend mit einer Mischung aus 3 KL Salz, 2 KL Pfeffer, 2 KL Paprika und 2 EL Honig marinieren und über Nacht in einem Plastiksack in den Kühlschrank legen. Das Fleisch trocken tupfen und nochmals kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Thermometer ins Fleisch stecken und auf den Grill geben. Bei niedriger Temperatur (ideal 110 Grad) grillieren, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 90 Grad erreicht hat (Dauer 4 – 5 Stunden). Fleisch in Alufolie wickeln und etwa eine halbe Stunde ruhen lassen. Mit zwei Gabeln in kleine Fasern zerzupfen. In der Grillpfanne 2,5 dl Apfel-Essig, 2,5 dl Süssmost und 2 EL Honig aufkochen. Das Fleisch in der Sauce nochmals wärmen. Auf einem Hamburger-Brötchen mit Eisberg-Salat, Bundzwiebeln und Ketch-up anrichten und servieren.


(Quelle: Pulled Pork - www.jeannettekocht.ch)
 

Video: Grillieren mit Gasgrill | Do it + Garden Migros Luzern

Grillieren ist nicht jedermanns Sache. Gerade der Umgang mit der Gasflasche gibt oftmals Kopfzerbrechen. In diesem Video erfahren Sie worauf es ankommt und was es zu beachten gilt, um das Grillgut ohne Sicherheitsrisiken geniessen zu können. (Youtube.com / Migros Luzern, 17.05.2017)

Video: Grillieren mit Holzkohle | Do it + Garden Migros Luzern

Grillieren ist nicht jedermanns Sache. Gerade der Umgang mit offenem Feuer birgt Risiken. In diesem Video erfahren Sie worauf es ankommt und was es zu beachten gilt, um das Grillgut ohne Sicherheitsrisiken geniessen zu können. (Youtube.com / Migros Luzern , 17.05.2017)




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