Höhepunkt dauerte 180 Sekunden

FIGHT NIGHT ⋅ Die Krienserin Michele Bachmann holt sich an der K-1 Fight Night den Schweizer Meistertitel. Für das Highlight am Samstagabend sorgt Enver Sljivar: Nur knapp drei Minuten benötigt der Kickboxer der Kampfsportschule Bajrami für seinen WM-Titel.

05. April 2015, 10:36

Die Kampfsportschule Bajrami lud am Samstagabend zur Fight Night nach Littau. Rund 550 Kickbox-Fans sorgten für eine lautstarke Atmosphäre im Zentrum St. Michael. Spätestens mit Beginn des Kampfes um den Schweizermeistertitel (-55 Kg) der Frauen erreichte die Stimmung zum ersten Mal den Siedepunkt. Lokalmatadorin Michele Bachmann forderte die Baslerin Daniela Iselin.

Ein Kampf auf Messers Schneide - mit dem besseren Ende für die 21-jährige Krienserin. Bachmann siegte mit 2:1 nach Richterstimmen. In den ersten zwei Runden agierte die angehende Polizisten noch verhalten, ehe sie ab der dritten Runde zulegen konnte. Die Freude bei Bachmann war riesig, trotz Verdacht auf Nasenbeinbruch und mächtig geschwollenen Lippen. «Dieser Gürtel ist es wert. Ich habe zwar noch in keinem meiner bisherigen 10 Kämpfe so einstecken müssen», sagte Bachmann und betrachtete sich im Spiegel: «So habe ich wirklich noch nie ausgesehen».

An der K-1 Fight Night in Littau erkämpfte sich die Krienserin Michele Bachmann den Schweizer Meister Titel und Enver Sjivar den WM-Titel.

Im zweiten Titelkampf des World Professional Kickbox Council (WPKC) ging der Europameistertitel (bis 71 kg) an Mergim Vukshinaj aus Basel, der knapp mit 2:1 nach fünf Runden gegen den Baarer Philipp Stöckli gewann. Der Europameistertitel in der Kategorie -82,5 kg sicherte sich der Bieler Beni Osmanovski. Der Schweizer gewann im internationalen Duell gegen den Italiener Vittorio Lermano.

Beim letzten Titelkampf des Abends stieg schliesslich Enver Sljivar in den Ring. Gegen Widersacher Chris Cooper aus Nordirland kämpfte Sljivar, der über 10 Jahre in Luzern lebte und nach wie vor beim ehemaligen Weltmeister Xhavit Bajrami trainiert, um den WPKC-Weltmeistertitel. Bereits nach 1,5 Minuten sank Cooper das erste Mal zu Boden und wirkte fortan sichtlich angeschlagen. Sljivar liess anschliessend nichts mehr anbrennen und schlug Cooper kurz vor Ablauf der ersten Runde K.O. Knapp 180 Sekunde reichten dem Zentralschweizer, um sich den WM-Titel (-105 kg) zu holen.

Claudio Zanini

Login


 

Leserkommentare

Anzeige: