Achter EVZ-Sieg in neun Spielen

EISHOCKEY ⋅ Der EV Zug landet einen 2:0-Erfolg gegen den HC Lugano. Beim 2:0 über die Tessiner fallen die beiden einzigen Treffer jeweils kurz nach einer Strafe gegen Zug.
10. Januar 2018, 06:28

Daniel Gerber

sport@luzernerzeitung.ch

Ein Spiel mit Zündstoff versprach Ex-EVZ-Stürmer Dario Bürgler, der beim HC Lugano in der ersten Linie stürmt – das ganz grosse Emotionsfeuerwerk blieb zwar aus. Aber dennoch war immer mal wieder Zunder drin. Dazu kamen 41 Strafminuten; insbesondere, weil Nolan Diem nach einem unglücklichen Bandencheck unter die Dusche musste. Doch vom Publikum stimmungsvoll getragen konnten die Innerschweizer die 5-Minuten-Strafe ohne Gegentore abarbeiten. Apropos Strafen: Insgesamt stand Zug gestern 9:56 Minuten in Unterzahl auf dem Eis. Dies somit deutlich über dem Saisonschnitt von 7:15 Strafminuten.

Zug ist derzeit das Team, das am längsten in Unterzahl spielt. Vor dem gestrigen Duell waren es nicht weniger als 261:07 Minuten; gefolgt von den ZSC Lions (259:43 Minuten) und Servette (253:22 Minuten). Erstens würden viele Spieler die Checks nicht annehmen können, kritisierte EVZ-Coach Harold Kreis. «Und zweitens haben wir im Training Massnahmen ergriffen. Für jede kassierte Strafzeit wird länger gelaufen.»

Suri überlistet Lugano- Goalie Merzlikins

David McIntyre markierte die 1:0-Führung des EV Zug. Rund eine halbe Minute nachdem der Kanadier eine Strafe abgesessen hatte, quetschte er sich im Po­werplay an einem ersten Luganese vorbei. Irgendwie «erstocherte» er sich die Scheibe und drosch den Puck am Tessiner Keeper Elvis Merzlikins vorbei ins Netz.

Keine gute Figur machte der Schlussmann der Südschweizer beim zweiten Tor des Abends. Gerade war Zug nach einem Boxplay wieder komplett, da stoppte Merzlikins die Scheibe hinter dem Tor, um sie dann der Bande entlang einem Mitspieler weiterzuleiten. Doch Reto Suri fing den Pass ab und versorgte die Scheibe umgehend im verlassenen Tor – «ein ‹Empty Netter›» mitten im Spiel», wie der Stadionsprecher nach Spielschluss sagte, als Reto Suri zum besten Zuger Athleten gewählt wurde.

Mit dem achten Sieg innerhalb von neun Duellen befindet sich Zug nun auf dem zweiten Rang und im Höhenflug. «Jetzt ist es sehr entscheidend, dass es so bleibt», blickte Stürmer Reto Suri nach vorn. «Wir wissen, was uns starkmacht, darauf gilt es nun aufzubauen.» Und Trainer Kreis sagte: «Höhen und Tiefen gibt es immer wieder. Man muss immer die Ursachen anschauen. Damals, bei den acht Niederlagen in Serie, fehlten fünf Stammverteidiger, und wir verloren fünfmal davon nur mit einem Tor Unterschied. Wir zeigten dennoch Kampfgeist.»

Die Zentralschweizer sind übrigens die erste Mannschaft, der in dieser Saison ein Shutout gegen den HC Lugano gelang.


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