Kläy: «Wir müssen auf dem Boden bleiben»

30. November 2016, 16:11

EV Zug Sechs Siege aus den letzten sieben Spielen: Der EV Zug befindet sich im Hoch. Er hat sich in den Top 3 etabliert, kann mit den Grossklubs ZSC und Bern mithalten. Dementsprechend positiv äussert sich Sportchef Reto Kläy (38) über die Mannschaft. Gleichzeitig warnt er jedoch vor zu hohen Erwar- tungen.

Reto Kläy, Sie haben schon unangenehmere Zeiten als Sportchef des EV Zug erlebt ...

Das stimmt. Wenn es gut läuft, gibt es weniger Nebengeräusche. Wir müssen aber auf dem Boden bleiben. Die Stimmung ist jetzt nicht himmelhoch jauchzend. Sie ist aber auch nicht zu Tode betrübt, wenn es mal nicht so läuft. Wir müssen die Form aber konservieren und uns eine gute Ausgangslage für die Playoffs schaffen. Ob uns das gelingt, wird sich noch zeigen.

Seit Sie angekündigt haben, dass Sie auf der Suche nach einem fünften Ausländer sind, trifft das Quartett plötzlich. Setzen Sie die Suche dennoch fort?

Dass wir einen fünften Ausländer suchen, hat nichts mit der Performance unserer Spieler zu tun. Wir wollen mehr Optionen haben, für Verletzungen gewappnet sein und den Spielern auch mal eine Pause geben können. Das Engagement unserer Ausländer stimmt. Wir sind aber sicher nicht unter Zugzwang und tätigen keinen Schnellschuss. Momentan ist niemand auf dem Markt, also warten wir weiter ab.

Mit Timothy Kast wechselt ein 28-Jähriger auf die kommende Saison zum EVZ. Hätte diese Position kein Spieler der Academy besetzen können?

Kast ist ein Center, also ein Kreativspieler, den man aber überall einsetzen kann. Er gibt uns mehr Optionen und bringt Erfahrung mit. Wir konnten in dieser Saison bereits mehrere Spieler in die Mannschaft integrieren, jedoch darf man von ihnen im ersten Jahr nicht allzu viel erwarten. Die Jungen drücken, aber sie sind im Gegensatz zu Kast noch keine fertigen Spieler. Sie sollen sich an das NLA-Niveau herantasten können. Wir werden die kommende Saison aber mit sechs gestandenen Verteidigern bestreiten und die Defensive mit Jungen ergänzen.

Stürmer Sandro Zangger muss den EVZ aber verlassen. Warum?

Das ist kein Entscheid gegen Sandro. Er hat sich bei uns gut entwickelt. Aber es ist ein Entscheid für unser Ausbildungskonzept. Wie gesagt: Die Jungen drücken, wir wollen ihnen die Chance auf einen Platz in der ersten Mannschaft geben.

Interview: Jonas von Flüe

jonas.vonfluee@luzernerzeitung.ch

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