Nachgefragt

Wes Walz: «Vielleicht kriege ich mal ein Angebot als EVZ-Trainer»

Der 46-jährige Kanadier Wes Walz ist von den Usern von www.zugerzeitung.ch zum wertvollsten Ausländer in 50 Jahren EV Zug gewählt worden, der mindestens eine volle Saison für den Verein spielte.

20. März 2017, 12:51

Per Stichtag am 15. März sind 287 von 901 Stimmen auf ihn entfallen. Der Lenker der Meistermannschaft von 1998 setzte sich deutlich vor Josh Holden (235) und Ken Yaremchuck (182) durch.

Wes Walz, was bedeutet Ihnen dieses Wahlergebnis?

Ich bin aufrichtig geehrt und demütig angesichts dieser Entscheidung. Schliesslich haben so viele grossartige ausländische Spieler für den EVZ gespielt.

Was machen Sie heute?

Ich bin TV-Experte für das NHL-Team der Minnesota Wild. Ausserdem betreibe ich jeweils im August eine zweiwöchige Hockeyschule. Davor habe ich während fünf Jahren die Highschool-Teams der Jungs und Mädchen trainiert, das habe ich sehr genossen. Vielleicht kriege ich mal ein Angebot als EVZ-Trainer ...

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zuger Zeit?

Der Titelgewinn 1998 war das Grösste. Der Zusammenhalt in der Mannschaft damals war der stärkste, den ich in meiner ganzen Karriere erlebt habe – und er war der Grund für den Gewinn der Meisterschaft. Persönlich erinnere ich mich auch an die Halbfinalserie gegen Ambri mit Petrov. Wir standen mit dem Rücken zur Wand, als wir beim Stand von 2:3 dorthin reisten. Wir gewannen, ich weiss zwar nicht mehr wie hoch, aber ich schoss drei Tore.

Verfolgen Sie den EVZ noch?

Ja, sehr eng sogar. Es war aufregend zu sehen, wie die Mannschaft Genf in der ersten Playoffrunde ausschaltete. Und wer weiss? Vielleicht können die grossartigen EVZ-Fans dieses Jahr den zweiten Titel feiern.

Haben Sie heute noch Kontakt zu ehemaligen Zuger Weggefährten?

Ja, ich tausche mich von Zeit zu Zeit mit Stefan Grogg per E-Mail aus. Er war schon als Spieler ein Kämpfer und ist es auch heute noch (er hat die Nervenkrankheit ALS und ist seit vielen Jahren an den Rollstuhl gefesselt). Er ist eine Inspiration für uns alle, wenn es darum geht, das Positive im Leben zu sehen, egal, wie hoch die Hürden sind. Darüber hinaus hat mich Patrick Fischer kürzlich in Minnesota überrascht, der beim Spiel gegen Nashville die Nationalspieler Niederreiter, Josi und Weber beobachtete. Er war einer der lustigsten Teamkollegen während meiner Zeit als Spieler. Darüber hinaus tausche ich mich mit Giger, Kessler, Rö­theli, Antisin, Sutter und McDougall ab und zu aus.

Waren Sie wieder einmal in Zug?

Nein. Patrick Fischer lud mich 2008 für ein Jubiläumsspiel der Meistermannschaft ein. Leider konnte ich nicht kommen, weil ich als Co-Trainer der Tampa Bay Lightning zu tun hatte. Voraussichtlich werde ich diesen Sommer für ein paar Wochen mit meinem Sohn Kelvin in die Schweiz reisen. Er ist 24 Jahre alt und hat die Schweizer Lizenz – vielleicht spielt er ja mal dort. Und ich kann es kaum erwarten, nach Zug zurückzukehren.

(bier)

Hinweis Das Interview wurde schriftlich und auf Englisch geführt.

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