Harold Kreis: «Ein Schlag ins Gesicht»

EISHOCKEY ⋅ EVZ-Trainer Harold Kreis spricht Klartext nach dem bitteren Cup-Aus gegen die Lakers. Das Spiel soll eine Lektion sein.
23. November 2017, 08:04

Die EVZ-Verantwortlichen haben vor Saisonbeginn die Zielsetzung ausgegeben, in allen drei Wettbewerben um den Titel spielen zu wollen: Meisterschaft, Cup und Champions League. Nun sind die Zuger in zwei Wettbewerben vorzeitig ausgeschieden. In der Champions League scheiterten sie vor zwei Wochen an Brünn – wie im Vorjahr in der ersten K.o.-Runde. Und im Cup ist sogar früher Schluss als letzte Saison. Damals verlor der EVZ im Halbfinal in Genf. Diesmal musste er eine bittere 1:5-Niederlage im Viertelfinal gegen die unterklassigen Rapperswiler einstecken.

Die Art und Weise, wie dies geschah, muss den Zugern zu denken geben. Sie liessen sich von den Lakers phasenweise vorführen. Dabei hatten sie vor der Partie betont, wie ernst sie Cup und Gegner nähmen. Trainer Harold Kreis spricht denn auch Klartext: «Das war eine indiskutable Leistung und ein Schlag ins Gesicht. Wir sind enttäuscht und auch wütend.» Kreis will die überzeugende Mannschaftsleistung der bis in die Haar­spitzen motivierten Lakers nicht schmälern. «Aber wir haben die notwendige Intensität und Konzentration nicht aufs Eis gebracht. Das ist nicht der Anspruch unseres Klubs.»

Rapperswil strotzt vor Selbstvertrauen

Der EV Zug trat mit Ambitionen im Cup an. Kreis stellte die bestmögliche Mannschaft auf. Die Zentralschweizer trafen jedoch auf einen Gegner, der vor Selbstvertrauen strotzt. Rapperswil dominiert die Swiss League und setzt sich den Aufstieg zum Ziel. «Wir wissen, dass wir mit jedem Gegner mithalten können», sagt Lakers-Stürmer Corsin Casutt, der bis 2014 in Zug gespielt hat. «Der EVZ bekundete Mühe mit unserem Druck. Wir haben den Zugern nur wenig Chancen zugestanden. Das frustriert Spieler eines oberklassigen Teams.» Die Lakers, die im Achtelfinal bereits den HC Lugano aus dem Cup geworfen haben, können nun entspannt die heutige Halbfinal-Auslosung abwarten.

Dem EV Zug hingegen bleibt nur die Meisterschaft. Am Freitag spielt er in Lugano und am Samstag gegen Davos. «Jeder Spieler muss sich bewusst sein, dass wir nur mit vollem Einsatz und Kampfgeist erfolgreich sein können», betont Headcoach Kreis. «Das Cup-Spiel soll für uns eine Lektion sein. Ich bin überzeugt, dass am Wochenende eine Reaktion kommen wird.» Noch offen ist, ob Stürmer Nolan Diem und Verteidiger Timo Helbling ihr Comeback geben.

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch


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