Wildwest-Hockey in Zug

EISHOCKEY ⋅ 92 Strafminuten und 11 Tore: Zug und Lugano zeigen in der 43. Meisterschaftsrunde schon einmal Playoff-Eishockey pur. Der viertplatzierte EVZ setzt sich gegen seinen nächsten Verfolger 7:4 durch.

Verrückte Eishockey-Welt: Am Dienstag hatte Zug bei den ZSC Lions 4:0 geführt - und 4:6 verloren. Gestern Abend gerieten die Zentralschweizer in der heimischen Arena nach gut neun Minuten 0:2 ins Hintertreffen - und feierten am Ende einen 7:4-Sieg. In einem gehässigen Duell zwischen dem Viert- und dem Fünftplatzierten, in dem es auch um den Heimvorteil in den Playoffs ging, flogen die Fäuste, die Stöcke und die Pucks nach Belieben. Die Wende gelang den Zugern noch im ersten Drittel, als ihnen nur 14 Sekunden nach dem 0:2 der Anschluss glückte und in den folgenden zehn Minuten zwei weitere Treffer zum 3:2.

  • EISHOCKEY, NATIONAL LEAGUE A, NATIONALLIGA A, NLA, LNA; SAISON 2014/15, MEISTERSCHAFT, QUALIFIKATION, HOCKEY SUR GLACE, EV ZUG, EVZ, HC LUGANO, HCL,
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In einem kampfbetonten Spiel mit insgesamt 92 Strafminuten besiegt der EV Zug in der Bossardarena den HC Lugano mit 7:4 Toren.

Die Führung gaben sie nicht mehr ab. Auf Dario Bürglers 4:2 reagierte Luganos Julien Vauclair noch mit dem Anschlusstor, und 59 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels brachte Damien Brunner mit seinem zweiten Tor zum 6:4 nochmals Spannung in die Partie. Der ehemalige Zuger wurde wie beim ersten Auftritt an seiner ehemaligen Wirkungsstätte vom Publikum gnadenlos ausgepfiffen.

Auch sonst zeigten sich die beiden Teams nicht gerade als beste Freunde. Immer wieder kam es zu Rangeleien, Provokationen und versteckten Fouls. Die Folge waren drei Zehn-Minuten-Strafen und insgesamt 92 Strafminuten. Lugano, mit dem gebürtigen Zuger Patrick Fischer an der Bande, konnte im Schlussdrittel jedoch nicht mehr kontern. Mit dem sechsten Sieg aus den letzten sieben Spielen festigte Zug seinen vierten Platz, auch dank Robbie Earl und Bürgler, die sich ebenfalls als Doppel-Torschützen feiern lassen konnten.

Die Chancen stehen gross, dass der EVZ in den Playoffs erneut den HC Lugano empfangen wird. Für Emotionen wäre dabei auf jeden Fall gesorgt.

Zug - Lugano 7:4 (3:2, 3:2, 1:1)

6687 Zuschauer. - SR Mollard/Stricker, Borga/Bürgi. - Tore: 6. Pettersson (Walker) 0:1. 10. (9:03) Brunner (Sannitz, Ulmer/Ausschluss Holden) 0:2. 10. (9:17) Bouchard (Earl) 1:2. 16. Earl (Grossmann, Bouchard) 2:2. 19. Martschini (Suri, Sondell) 3:2. 23. (22:51) Bürgler (Sondell, Bouchard/Ausschluss Walsky) 4:2. 24. (23:33) Vauclair (Bertaggia, Walker) 4:3. 27. Earl (Christen, Bürgler/Ausschluss Brunner) 5:3. 32. Suri (Alatalo) 6:3. 40. (39:01) Brunner (Steinmann/Ausschlüsse Grossmann, Suri; Vauclair) 6:4. 55. Bürgler 7:4. - Strafen: 16mal 2 plus 10 (Holden) Minuten gegen Zug, 15mal 2 plus 2mal 10 (Kostner, Vauclair) Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Bouchard; Pettersson.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Alatalo, Morant; Blaser, Erni; Martschini, Holden, Suri; Zangger, Earl, Bouchard; Bürgler, Sutter, Schnyder; Christen, Diem, Dünner.

Lugano: Manzato (23. Merzlikins); Ulmer, Vauclair; Andersson, Kienzle; Chiesa, Sartori; Pettersson, Steinmann, Klasen; Brunner, Walsky, Fazzini; Reuille, Sannitz, Kostner, Maurer, Walker, Bertaggia.

Bemerkungen: Zug ohne Lüthi, Lammer (beide verletzt), Kparghai (krank) und Herzog (gesperrt), Lugano ohne Filppula, McLean, Dal Pian Balmelli und Hirschi (alle verletzt). 7. Bertaggia verschiesst Penalty. Pfosten-/Lattenschüsse: Sutter (11.), Martschini (51.). (Si)


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