Bern im Hallenstadion unterlegen

ZSC LIONS - BERN 5:2 ⋅ Die kapitale letzte Woche der Qualifikation beginnt für den SC Bern alles andere als gut. Bei den ZSC Lions resultiert eine 2:5-Niederlage. Berns Leistung fällt ernüchternd aus.

21. Februar 2016, 18:06

Gewiss: Aus Berner Sicht lässt sich sagen, dass man im Hallenstadion verlieren kann. Schliesslich verloren die ZSC Lions diese Saison erst fünf von 23 Heimspielen. Andererseits begannen für die Berner am Sonntag bereits die Playoffs, anderthalb Wochen vor dem regulären Playoff-Auftakt. Und angesichts der Tatsache, dass es für den Schlittschuhclub Bern diese Woche um sehr, sehr viel geht, genügte die Leistung vom Sonntag in keinster Weise.

Nur optisch begannen die Berner gut. Das Verhältnis der Torschüsse stand nach dem ersten Abschnitt 12:4 für Bern. Simon Moser (2.), Rückkehrer Trevor Smith (4.) und Martin Plüss (13.) vergaben Möglichkeiten, Bern mit 1:0 oder 2:1 in Führung zu bringen.

Insgesamt passte bei Bern aber wiederum nicht viel zusammen. Nach vier Minuten leisten sich die Gäste in der Vorwärtsbewegung auf fahrlässigste Art und Weise einen Puckverlust. Die Lions profitieren nach einer blitzsauberen Kombination über Auston Matthews und Mathias Seger zu Robert Nilsson mit dem Führungstor. 66 Sekunden später gelang Alain Berger für Bern zwar der Ausgleich. Aber Roman Wick (2:1) und Jonas Siegenthaler (3:1) besorgten für die ZSC Lions schon bis zur 24. Minute die Vorentscheidung.

Bei Bern hütete nicht der Tscheche Jakub Stepanek das Tor, sondern wieder Janick Schwendener. Stepanek sass als überzähliger Ausländer auf der Tribüne, weil er in seinen ersten 14 Partien für Bern wie Marco Bührer (verletzt) und Schwendener auch nicht auf eine Fangquote von 90 Prozent gekommen war.

Stattdessen setzte Berns Coach Lars Leuenberger wieder auf vier ausländische Angreifer (Smith, Ebbett, Conacher, Roy). Diese Aufstellung zahlte sich nicht aus. Keiner der vier Kanadier kam zu einem Skorerpunkt. Andrew Ebbett verliess das Eis sogar mit einer Minus-2-Bilanz. Und Goalie Schwendener liess drei der ersten sechs Schüsse auf sein Goal passieren; beim 1:3 griff er mit dem Fanghandschuh daneben.

Telegramm:

ZSC Lions - Bern 5:2 (2:1, 1:0, 2:1)

11'186 Zuschauer. – SR Kurmann/Vinnerborg, Borga/Kaderli. – Tore: 5. Nilsson (Seger, Matthews) 1:0. 6. Alain Berger (Untersander) 1:1. 15. Roman Wick (Denis Malgin, Blindenbacher) 2:1. 24. Siegenthaler (Matthews, Nilsson) 3:1. 57. (56:51) Matthews (Seger) 4:1. 57. (56:59) Martin Plüss (Simon Moser) 4:2. 59. Chris Baltisberger 5:2 (ins leere Tor). – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 9mal 2 Minuten gegen Bern. – PostFinance-Topskorer: Nilsson; Conacher.

ZSC Lions: Schlegel; Rundblad, Geering; Seger, Bergeron; Blindenbacher, Siegenthaler; Roger Karrer; Patrik Bärtschi, Denis Malgin, Roman Wick; Künzle, Matthews, Nilsson; Jan Neuenschwander, Shannon, Pius Suter; Chris Baltisberger, Cunti, Schäppi; Dominik Diem.

Bern: Schwendener; Jobin, Untersander; Timo Helbling, Beat Gerber; Krueger, Kreis; Flurin Randegger; Tristan Scherwey, Derek Roy, Ruefenacht; Bodenmann, Martin Plüss, Simon Moser; Conacher, Ebbett, Trevor Smith; Alain Berger, Pascal Berger, Reichert; Luca Hischier.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Flüeler, Foucault, Dan Fritsche, Herzog, Daniel Schnyder, Trachsler (alle verletzt) und Ryan Keller, Bern ohne Stepanek (beide überzählige Ausländer), Bergenheim, Blum, Bührer, Kobasew, Kousa und Ness (alle verletzt). – Timeout Bern (53.).

Rangliste: 1. ZSC Lions 47/92. 2. Genève-Servette 47/86. 3. Davos 47/85. 4. Zug 47/84. 5. Lugano 47/78. 6. Fribourg-Gottéron 48/72. 7. Lausanne 48/64. 8. Kloten Flyers 47/63. 9. Ambri-Piotta 48/63. 10. Bern 47/61. 11. SCL Tigers 47/57. 12. Biel 48/47. (sda)


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