Langnau siegt nach Zweitorerückstand

NLB ⋅ Die SCL Tigers bekommen den Playoff-Final der NLB gegen Olten mit Ach und Krach langsam in den Griff. Die Langnauer gewannen Spiel 3 nach einem 0:2-Rückstand dank drei Toren im Schlussabschnitt 4:2.

22. März 2015, 20:54

Am Ende jubelten die Heimfans ausgelassen. Gefeiert wurde vor allem der 32-jährige Flügelstürmer Sandro Moggi, der die ersten drei Langnauer Tore vom 0:2 zum 3:2 erzielte. Beim ersten Gegentreffer hatten sich die Oltner noch auskontern lassen. Das Goal zum 2:2-Ausgleich erzielte Sandro Moggi auf "schmutzige" Art und Weise. Er stocherte und kickte Richtung Puck und Richtung Goalie Michael Tobler, bis die Scheibe hinter die Torlinie rutschte. Die Schiedsrichter anerkannten den Treffer erst nach der Konsultation des Videos. Und hätten sie das Goal annulliert, wäre auch dieser Entscheid zu vertreten gewesen. Nur 132 Sekunden nach dem Ausgleich schlug Moggi zum dritten Mal zu; diesmal profitierte er von einem Abpraller. Das siegsichernde 4:2 gelang Yannick Albrecht erst 34 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor.

Langnaus Sieg war glückhaft. Und das nicht nur wegen des Ausgleichstreffers zum 2:2. Bis zur 36. Minute führten die Solothurner durch Tore von Codey Burki (9.) und Remo Hirt (18.) mit 2:0. Olten spielte in der ersten Spielhälfte cleverer, engagierter, disziplinierter. Ausserdem wirkte der Gast viel besser organisiert. Die SCL Tigers dagegen wirkten nervös und gehemmt. Die Favoritenrolle machte den Emmentalern wie schon im ersten Heimspiel (2:3-Niederlage) zu schaffen. Olten erspielte sich vorzügliche Möglichkeiten, sogar 3:0 in Führung zu gehen: Diego Schwarzenbach vergab in der 23. Minute gleich zwei gute Chancen, und der Kanadier Justin Feser konnte in Unterzahl solo auf Damiano Ciaccio losziehen.

Langnaus Torhüter hatte die Partie unsicher begonnen, am Ende zählte er aber auch zu den Helden. Er hielt mit seinen Paraden die Langnauer im Spiel. Im Schlussabschnitt rettete er in den Minuten vor dem Langnauer Ausgleich dreimal gegen Burki, Thomas Studer und Diego Schwarzenbach in höchster Not. Auszeichnen konnte sich Ciaccio auch im Finish noch mehrmals, als Olten beim Skore von 2:3 zweimal in Überzahl und während 66 Sekunden sogar in doppelter Überzahl Powerplay spielen konnte. (Si)


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