Die Ruhe selbst vor dem Schweden-Spiel

WM 2017 ⋅ Die Schweizer strahlen am Tag vor dem WM-Viertelfinal gegen Schweden Zuversicht aus. Auch ein Alarm während des Trainings beunruhigt die Mannschaft nicht.
17. Mai 2017, 14:06

Als die Schweizer am Mittwoch trainierten, ging plötzlich der Alarm los. Wegen "technischer Probleme" wurden die Anwesenden aufgefordert, die Halle in Paris-Bercy sofort zu verlassen. Die Schweizer Mannschaft aber setzte ihre Einheit unter gedämpftem Licht fort. Nach wenigen Minuten wurde die Evakuierung abgebrochen, es handelte sich um einen Fehlalarm.

Obwohl in Paris immer noch der offizielle Ausnahmezustand herrscht, nahmen die Schweizer den Alarm gelassen. "Zuerst dachte ich, das Training sei schon zu Ende", scherzte Patrick Fischer. "Aber es war kein Problem, solche Alarme gibt es immer mal wieder", so der Nationaltrainer dann wieder ernster.

Die Szene symbolisiert, mit welcher Ruhe die Schweizer an dieser WM agieren. Sie lassen sich weder auf noch neben dem Eis von ihrem Weg abbringen. Konzentriert richten sie ihren Fokus auf den Viertelfinal gegen die Schweden.

Fischer: "Goldhelme nicht vergessen"

Die Schweizer sind heiss darauf, die Schweden in einem Pflichtspiel endlich wieder einmal zu bezwingen, nachdem sie den WM-Final 2013 deutlich mit 1:5 und zuletzt dreimal in Folge mit nur einem Tor Differenz verloren haben. "Vor einem Jahr in Moskau (2:3 nach Penaltyschiessen - Red.) hätten wir gewinnen sollen", sagte Fischer.

Und natürlich erinnert sich Fischer an die Niederlage im Final von Stockholm. "Wie die Schweden nach dem Spiel in den Goldhelmen herumgefahren sind, habe ich nicht vergessen", so Fischer, der damals der Assistent von Cheftrainer Sean Simpson war.

Untersander und Richard fraglich

Im Training nicht dabei waren Ramon Untersander und Tanner Richard. Beide sind für den Viertelfinal fraglich. Untersander hatte bereits im letzten Gruppenspiel gegen Tschechien (3:1) gefehlt, Richard erwischte gegen die Tschechen einen Check und hat Anzeichen einer leichten Hirnerschütterung.

In die Mannschaft zurückkehren dürfte dagegen Philippe Furrer. Der Verteidiger bestritt das Training und will laut Fischer "unbedingt" spielen. Furrer hatte gegen die Tschechen wegen einer Verletzung an den "unteren Extremitäten" aussetzen. Auch (Ersatz-)Goalie Jonas Hiller, der an Leistenproblemen leidet, stand auf dem Eis. (sda)

  • 2015: 1:3 gegen die USA in Ostrava. Auf dem Bild: Der Schweizer Kevin Fiala (links) gegen den Amerikaner Trevor Lewis (© Salvatore Di Nolfi / Keystone)
  • 2013, 2:1 gegen Tschechien in Stockholm. Trainer Sean Simpson (mitte) freut sich mit den Spielern Martin Plüss, Simon Moser, Matthias Bieber, Thibaut Monnet, Luca Cunti und Patrick von Gunten (von links) über den Sieg. (© Salvatore Di Nolfi / Keystone)
  • 2010: 0:1 gegen Deutschland in Mannheim. Philip Gogulla (links) erzielt den einzigen Treffer des Spiels gegen Torhüter Martin Gerber. (© Salvatore Di Nolfi / Keystone)

Die letzten Schweizer Spiele an WM-Viertelfinals im Überblick.

  • Zuger Co-Produktion in Paris: Nach einer tollen Einzelleistung Schlumpfs und dem anschliessenden Abschluss Suris jubeln die beiden nach dem 2:0 für die Schweiz. (© Peter Schneider / Keystone)
  • Der tschechische Goalie Petr Mrazek griff mit seiner Fanghand an den falschen Ort. (© Peter Schneider / Keystone)
  • Das 1:0 für die Schweiz hatte Vincent Praplan (zweiter von rechts) in der 2. Spielminute erzielt. (© Peter Schneider / Keystone)

Die besten Bilder des letzten Gruppenspiels der Schweizer Eishockey-Nati an der WM in Paris. Mit dem Sieg sichert sich die Schweiz in der Gruppe B den zweiten Rang.

Video: Schweiz - Tschechien: die Highlights

Die Schweizer Eishockey-Nati schlägt Tschechien 3:1 und trifft im Viertelfinal auf Schweden. (Youtube / IIHF Worlds 2017, 16.05.2017)




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