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Der SCB kann nicht mehr gewinnen

LAUSANNE - BERN 5:4 N.P. ⋅ Im Duell zweier Teams in der Krise ist Lausanne das glücklichere. Die Waadtländer fügen dem SC Bern mit 5:4 nach Penaltyschiessen die siebte Niederlage in Serie zu.

Der SCB hatte in dieser sehr turbulenten Partie erst in der Schlusssekunde zum 4:4 ausgeglichen und damit die Verlängerung erzwungen.

Murphys Law heisst: Alles was schief laufen kann, geht schief. Genauso musste sich bis zur letzten Sekunde des Spiels in Lausanne auch der SC Bern fühlen. Er hatte zwischen der 52. und der 59. Minute einen 3:2-Vorsprung aus der Hand gegeben und steuerte auf die siebte Niederlage in Serie zu. Doch dann traf der Finne Miko Kousa im letzten, verzweifelten Ansturm nach 59:59 Minuten zum 4:4 - eine halbe Minute zuvor hatte Lausannes Harri Pesonen den Pfosten des längst verwaisten Berner Gehäuses getroffen.

Im Penaltyschiessen holte die Berner die Negativspirale aber wieder ein. Nachdem die ersten 16 (!) Schützen alle vergeben hatten, bezwang Verteidiger Joël Genazzi den Berner Keeper Jakub Stepanek, während auf der Gegenseite Andrew Ebbett auch mit seinem dritten Versuch scheiterte.

Es war ein hektisches Spiel, in dem beide Teams ihre Verunsicherung nicht kaschieren konnten. Auch Lausanne hatte zuvor eine drei Spiele andauernde Niederlagenserie. Zu Beginn des Schlussdrittels erzwang der SCB beim Stand von 2:1 die vermeintliche Wende zum Guten. Erst glich David Jobin in der 43. Minute aus, dann erzielte Derek Roy 87 Sekunden später in doppelter Überzahl die erstmalige Berner Führung.

Das Team von Lars Leuenberger, der auf den zweitbesten Skorer der NLA, Cory Conacher, verzichtete, gab diese aber wieder aus der Hand. Der Kanadier hat in diesem Jahr noch kein Tor erzielt. Sinnbild für die Krise des taumelnden Kolosses aus Bern.

Der Frust sass tief nach der Partie - auch über die Schiedsrichter. Vor dem 1:0 war Thomas Rüfenacht von Alain Miéville im Gesicht getroffen wurde und blutete. Die Strafe bekam aber der Berner wegen Reklamierens. Zudem fiel Luca Hischier nach einem Check gegen den Kopf durch Louis Leblanc, den neuen Kanadier Lausannes, mit Verdacht auf eine schwere Hirnerschütterung aus. Am Einsatz fehlt es den Bernern derzeit nicht, aber am nötigen Wettkampfglück.

Lausanne - Bern 5:4 (1:0, 1:1, 2:3, 0:0) n.P.

6623 Zuschauer. - SR Koch/Vinnerborg, Kaderli/Kovacs. - Tore: 14. Louhivaara (Danielsson/Ausschluss Rüfenacht) 1:0. 33. (32:52) Rüfenacht (Untersander/Ausschluss Louhivaara) 1:1. 34. (33:25) Froidevaux (Pesonen, Danielsson/Ausschluss Bodenmann) 2:1. 43. (42:07) Jobin (Pascal Berger, Rüfenacht/Ausschluss Leblanc) 2:2. 44. (43:34) Roy (Ebbett/Ausschluss Leblanc, Froidevaux) 2:3. 52. Louhivaara 3:3 (Eigentor Kousa). 59. (58:01) Pesonen (Louhivaara) 4:3. 60. (59:59) Kousa (Rüfenacht, Scherwey) 4:4 (ohne Torhüter). - Penaltyschiessen: Kousa-, Miéville-; Ebbett-, Louhivaara-; Jobin-, Froidevaux-; Rüfenacht-, Danielsson-; Moser-, Pesonen-; Froidevaux-, Krueger-; Déruns-, Ebbett-; Danielsson-, Roy-; Genazzi 1:0, Ebbett-. - Strafen: xxmal 2 plus 5 (Leblanc) Minuten plus Spieldauer (Leblanc) gegen Lausanne, xxmal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topksorer: Pesonen; Moser.

Lausanne: Huet; Genazzi, Jannik Fischer; Leeger, Gobbi; Stalder, Trutmann; Nodari, Lardi; Louhivaara, Miéville, Pesonen; Leblanc, Walsky, Dèruns; Danielsson, Froidevaux, Kneubühler; Roberts, Savary, Simon Fischer.

Bern: Stepanek; Kousa, Untersander; Helbling, Gerber; Jobin, Flurin Randegger; Krueger, Kreis; Scherwey, Plüss, Moser; Pascal Berger, Roy, Rüfenacht; Bodenmann, Ebbett, Luca Hischier; Alain Berger, Reichert, Müller.

Bemerkungen: Lausanne ohne Conz, Augsburger, Herren, Rytz, Bang, Antonietti, Ryser (alle verletzt) und Hytönen (überzähliger Ausländer), Bern ohne Bergenheim, Blum, Bührer, Kobasew, Dubois, Ness, Smith (alle verletzt) und Stepanek (überzähliger Ausländer). Timeouts: Lausanne (55.); Bern (43.). Pfostenschüsse: Simon Fischer (46.), Pesonen (60.). Hischier verletzt ausgeschieden (39.). Bern ab 58:33 ohne Torhüter. (sda)

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