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SC Bern als Meister der Verlängerung

PLAYOFFS NLA ⋅ Schon am Samstag kann Bern Geschichte schreiben und als erster Achtplatzierter in den Playoff-Final einziehen. Tristan Scherwey schiesst Bern 58,1 Sek. vor Schluss der Overtime gegen den HCD zum Sieg.

Der SC Bern gewann bislang sieben von acht Playoff-Spielen, vier davon in der Verlängerung (3) oder im Penaltyschiessen (1). Ein Penaltyschiessen drohte auch am Gründonnerstag in Bern wieder. Eine Minute vor Schluss der Verlängerung lief für Davos aber alles schief: Die Davoser bewegten sich in der Offensive vorwärts, obwohl Bern in Scheibenbesitz gelangte, Dick Axelsson rutschte der Puck durch die Hand, Verteidiger Beat Forster stürzte zur Unzeit, und Goalie Leonardo Genoni konnte Tristan Scherweys Schuss mit der Fanghand nicht festhalten - alles innerhalb weniger Sekunden.

Und so wurde Tristan Scherwey zum gefeierten Helden eines spektakulären, packenden Spiels. War dieses Siegtor zum 3:2 nach Verlängerung vielleicht sogar das wichtigste Goal der gesamten Serie? Tristan Scherwey: "Im Moment ist es das sicher noch nicht. Es war ein äusserst wichtiges Tor, mehr aber nicht. Noch fehlt uns ein Sieg."

Für Tristan Scherwey und seine Angriffspartner Martin Plüss und Luca Hischier war es dennoch ein besonderes Goal, denn "unserer Linie lief es zuletzt nicht nach Wunsch", so Scherwey. "Wir nahmen uns für dieses vierte Spiel vor, wieder ganz einfach zu spielen. Die Checks fertig machen, etcetera. Und so gelang mir am Ende auch das entscheidende Tor. Natürlich war Glück im Spiel mit dem Verteidiger (Beat Forster), der umfiel. Daraus entstand eine Drei-gegen-eins-Situation. Ich dachte mir: 'Schiess einfach mal!'"

Auf Davoser Seite war die Ernüchterung gross. Auf die Frage, warum der HCD in Bern erneut verlor, meinte Beat Forster nur: "Ig by ufd Schnorre gfloge!" Marc Wieser räumte zwar ein, dass Bern viele Chancen besass und so den Sieg gewiss verdient hatte, andererseits sei es aber bitter, so kurz vor dem Penaltyschiessen noch zu verlieren. "Glück und Pech lagen in diesem Spiel extrem nahe beieinander. Mit etwas mehr Glück hätten wir diese Partie gewonnen." Und zum Schluss brachte nochmals Beat Forster die Ausgangslage für den amtierenden Meister auf den Punkt: "Jetzt müssen wir gewinnen!" (sda)

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