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Sions Ärger über die vergebenen Chancen

EUROPA LEAGUE ⋅ Viele Chancen, wenig Ertrag: Die Spieler des FC Sion ärgern sich nach dem 1:2 im Hinspiel des 1/16-Finals in der Europa League gegen Sporting Braga über die mangelhafte Chancenverwertung.

Der Car der Portugiesen war schon einige Zeit unterwegs Richtung Teamhotel, da tauchten auch die Protagonisten des FC Sion tröpfchenweise aus den Katakomben des Tourbillon auf. Sie hinterliessen dabei einen geknickten Eindruck. Veroljub Salatic, den Kopf gesenkt, das Baseball-Cap tief nach unten gezogen, konsternierte: "Das Resultat aus dem Hinspiel ist natürlich nicht ideal. Die Ausgangslage hat sich dadurch verschlechtert." Reto Ziegler machte aus seiner Gefühlswelt keinen Hehl: "Der Frust ist gross. Ich bin sehr enttäuscht."

Die Sittener hatten auch einigen Grund, sich zu ärgern. Unterwegs zur Niederlage hatten sich ihnen ausreichend Chancen geboten, um am nächsten Mittwoch mit einer besseren Ausgangslage als einem 1:2 ins Rückspiel in Braga zu steigen. Weil aber einzig Moussa Konaté in der zweiten Halbzeit mit einem Flachschuss erfolgreich war und Braga auf der anderen Seite mit der Effizienz einer internationalen Top-Mannschaft wirkungsvolle Nadelstiche setzte, droht Sion das baldige Out aus dem internationalen Geschäft.

"Heute machte die Effizienz den Unterschied, ganz klar", befand Captain Salatic. Ziegler führte aus: "Sie haben drei Chancen und machen zwei Tore. Wir erarbeiten uns eine Vielzahl davon und nutzen nur eine. Natürlich ist da der Ärger gross." Dass man bereits in der Startviertelstunde mit 0:1 in Rücklage geraten sei, sei ungünstig", so Salatic, der Startschwierigkeiten aufgrund des fehlenden Spielrhythmus nach nur einem Pflichtspiel nach der Winterpause geltend machte.

Noch wollen die Walliser ihre Ambitionen in der Europa League aber nicht begraben. "Aber das Spiel und die vielen Chancen zeigen uns aber auch, dass es möglich ist, in Portugal die Wende zu schaffen", befand Salatic. Was es dazu braucht? "Wir müssen die Chancen nutzen."

Dannzumal können die Walliser womöglich wieder auf Innenverteidiger Léo Lacroix zurückgreifen, der am Donnerstag nach 23 Minuten mit einer leichten Muskelverletzung ausgewechselt werden musste und Sions Trainer Didier Tholot früh zu Umstellungen zwang. Er wisse noch nicht, was für eine Verletzung er erlitten habe. Aber sie scheine nicht allzu schlimm. Vielleicht könne er am Sonntag gegen die Grasshoppers oder nächste Woche in Braga wieder spielen, liess Lacroix wissen. (sda)

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