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Skandal in Podgorica

EM-QUALIFIKATION ⋅ Das EM-Qualifikationsspiel in der Gruppe G zwischen Montenegro und Russland wird von hässlichen Vorfällen begleitet und schliesslich nach 66 Minuten Spielzeit beim Stand von 0:0 abgebrochen.

Die EM-Qualifikationspartie in der Gruppe G zwischen Montenegro und Russland ist kurz nach Spielbeginn unterbrochen worden. Der russische Torhüter Igor Akinfejew war von einem Feuerwerkskörper am Hinterkopf getroffen worden und musste verletzt auf einer Trage vom Feld. (, )

Kurz nach dem Anpfiff in Podgorica war der russische Goalie Igor Akinfejew von einem Feuerwerkskörper am Hinterkopf getroffen worden. Der Torhüter sackte zusammen und musste auf einer Bahre vom Feld getragen werden. Akinfejew soll gemäss ersten Informationen Brandverletzungen erlitten haben. Im Spital soll er bei Bewusstsein gewesen sein.

Trotz der Schwere des Ereignisses pfiff der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin die Partie nach einem Unterbruch von 35 Minuten wieder an. Akinfejew wurde durch Juri Lodygin ersetzt. Die Gemüter sollten sich allerdings weder auf den Zuschauertribünen noch auf dem Platz beruhigen - auch nicht nach einer verlängerten Pause. Nach einem umstrittenen Penalty-Entscheid zu Gunsten Russlands und der anschliessenden Penalty-Parade des montenegrinischen Keepers Poleksic war die Sicherheit der Akteure erneut gefährdet, und Ref Aytekin setzte dem Schmierentheater mit dem Spielabbruch ein vorzeitiges Ende. Rund 25 Minuten wären ausstehend gewesen.

Der Skandal von Podgorica dürfte für Montenegro nicht ohne schwere Strafe bleiben. Eine Forfait-Niederlage ist sehr wahrscheinlich. Russland und Montenegro belegten in der Gruppe G vor der 5. Runde vom Freitag mit jeweils fünf Punkten die Ränge 3 und 4.

Gruppe G. Resultate: Moldawien - Schweden 0:2. Liechtenstein - Österreich 0:5. Montenegro - Russland abgebrochen.

Rangliste: 1. Österreich 13. 2. Schweden 9. 3. Russland 5. 4. Montenegro 5. 5. Liechtenstein 4. 6. Moldawien 1. (Si)

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