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So geht Xherdan Shaqiri mit der Inter-Krise um

FUSSBALL ⋅ Im Nationalteam will er am Freitag gegen Estland für die entscheidenden Inputs in der EM-Ausscheidung sorgen, bei Inter hofft er auf einen baldigen Aufschwung: Xherdan Shaqiri steht überall im Mittelpunkt.

Der tosende Empfang am Flughafen Milan Malpensa liegt bereits rund zweieinhalb Monate zurück. Vergessen hat Xherdan Shaqiri den stürmischen Auftakt in der norditalienischen Metropole nicht: «Es war schön, die unbeschreibliche Euphorie zu spüren.» Jene Szenen mit den gegen 2000 Tifosi verdeutlichten, wie hoch die Erwartungen seien, wie viel Druck er unter Umständen auszuhalten hat.

Shaqiri deutete das beeindruckende Fan-Aufkommen aber auch als Zeichen des Renommees, das Inter noch immer zuteil werde im Süden. Ihm sei aber schon auch klar, «dass alles schnell auf die andere Seite kippen kann». Was der Schweizer nur andeutete, bekommt sein deutscher Teamkollege Lukas Podolski derzeit ungefiltert zu spüren. Er sei der schlechteste Einkauf Inters, spottete der «Corriere dello Sport» und legte nach: «Er hat sich bei Inter niemals integriert und nie Inters Fussball begriffen.»

Am 27. März bestreitet die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft das EM-Qualifikation-Spiel gegen Estland. Am Montag rückten die Nati-Stars in Feusisberg ein.

Vor solchen Urteilen verschonten die italienischen Kommentatoren den 23-jährigen Schweizer bisher. Noch lasten sie dem neuen Spielmacher die schwere Krise des im Mittelmass versunkenen Champions-League-Siegers von 2010 nicht an. Aber die Ungeduld dürfte anschwellen. Seit vier Runden ist Inter sieglos. Shaqiri begegnet der Tristesse im Serie-A-Alltag mit strammer Zuversicht: «Wir werden den Klub wieder nach oben bringen, wo er auch hingehört.»

Er bereue nach wie vor keine Minute, im Winter den deutschen Titelhalter und Seriensieger Bayern verlassen zu haben. Für ihn sei der Transfer nach Italien keinesfalls ein Rückschritt: «Inter ist für mich die perfekte Lösung. Für mich ist wichtig, wieder in den Rhythmus zu kommen und Spiele zu haben.»

Nach neun Meisterschaftsspielen, zwei Einsätzen im Cup und drei Spielen in der Europa League fühlt sich «Shaq» bereit, auch im Nationalteam anzugreifen. «Ich habe wieder mehr Selbstvertrauen, das wird sich positiv auswirken auf dem Platz.» Der Daumen zeigt nach oben - wie fast immer bei ihm.

si

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