Eigene Talente machen FCL stolz

FUSSBALL ⋅ Obwohl der FC Luzern die letzten fünf Spiele sieglos blieb, gibt es positive Signale aus dem Team: Allen voran die konstanten Leistungen von Filip Ugrinic, Jonas Omlin und Nicolas Haas.
20. März 2017, 07:16

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Filip Ugrinic (18) gilt gemeinhin als das grösste Talent des FC Luzern. Am Samstag im Heimspiel gegen Sion (0:0) hat er seinen 14. Match in der Super League bestritten. Zum vierten Mal stand der zentrale Mittelfeldspieler in der Startelf. Der Stadtluzerner sagt, er sei zufrieden mit der Spielzeit, die ihm Trainer Markus Babbel gewährt. «Ich hätte mir nicht vorgestellt, so oft zu spielen», sagt Ugrinic. Er habe aber auch von Verletzungen und Sperren anderer Profis profitiert.

Unzufrieden ist Ugrinic mit seiner Ausbeute gegen die ultradefensiv eingestellten Sittener. Dreimal ist er zum Abschluss gekommen: Ein tiefer Schuss wurde abgelenkt, zweimal schoss er über das Tor. «Vor allem mein letzter Versuch ärgert mich, da hatte ich zu viel Rücklage», stellt er fest. Tomi Juric hatte reklamiert, dass er in besserer Position frei gestanden wäre. «Im Sechzehner sah ich nur meine Chance», erklärt Ugrinic die Situation.

Ugrinic will den Schweizer Pass

Gegen den ersten Torerfolg «hätte ich nichts einzuwenden». Ehrlich gibt er aber zu, dass sein aberkannter Treffer gegen GC aus einer Offsideposition erzielt wurde. «Mit dem Oberkörper lag ich bei Ballabgabe etwas vorne.» Der Serbe Ugrinic würde sich freuen, wenn er wie diese Woche Markus Neumayr bald auch den beantragten Schweizer Pass erhalten würde. «Ich könnte mir vorstellen, für die Schweiz zu spielen.»

Schon die Captainbinde der Schweizer U21-Auswahl hat Nicolas Haas (21) getragen, ehe ihn eine in einem Länderspiel erlittene Sprunggelenkverletzung über fast vier Monate zum Pausieren zwang. Jetzt ist der laufstarke Mittelfeldspieler seit vier Pflichtpartien zurück – die letzten drei Ligamatches über die volle Spielzeit. Babbel findet, Haas (1 Saisontor) müsse am Torabschluss arbeiten. Der Mauenseer bestätigte dieses Manko in St. Gallen (1:1) mit zwei vergebenen Chancen und im torlosen Match gegen Sion. In der 86. Minute hatte ihm Ricardo Costa den Matchball aufgelegt, der Schuss von Haas zischte am Pfosten vorbei. «Schade, dass ich den Ball nicht reinmachte. Ich habe mich nicht belohnt für die gute Leistung», ärgerte sich Haas nach dem Spiel. Er ist froh, in der Länderspielpause etwas durchatmen zu können.

Auf dem Weg zur Nummer 1 beim FCL ist Jonas Omlin (23). Der Torhüter spielt abgeklärt, ist auch bei Schüssen wie dem perfiden Aufsetzer von Daniel Follonier in der Schlussphase gegen Sion zur Stelle. Inklusive des Cup-Viertelfinals in Aarau ist der Obwaldner nun vier Partien in Folge zwischen den Pfosten gestanden. Omlin ist in den drei Super-League-Spielen ohne nennenswerten Fehler geblieben. Man ist geneigt zu sagen, dass er den langjährigen Stammgoalie David Zibung (33) vergessen gemacht hat. Allerdings verteidigt der FCL mit Omlin im Tor hoch konzentriert mit meist fünf Spielern. «Wir haben kaum mehr Tore bekommen», stellt er fest. Zwei waren es in diesen drei Partien. Dafür schoss das Team auch nur noch zwei Treffer – und ist seit fünf Ligapartien sieglos. Stolz auf ihre drei Youngsters dürfen die Luzerner aber dennoch sein.

Im Spiel um Platz drei gab es auf der Allmend keine Tore. Luzern liegt daher weiterhin zwei Punkte hinter dem FC Sion.

Video: FANalyse: FCL - FC Sion

Der FC Luzern und der FC Sion trennen sich in der Swissporarena 0:0. Was die Fans zum tor- und ereignislosen Spiel sagen und was der FCL hätte besser machen müssen sehen Sie hier... (Sara Häusermann / Luzernerzeitung.ch, 18. März 2017)




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