Itten warnt vor Ex-Basler Campo

FUSSBALL ⋅ Der FC Luzern empfängt heute (17.45) den Aufsteiger Lausanne. Für Cedric Itten kommt es zum Wiedersehen mit Ex-FCB-Mitspieler Samuele Campo.

24. September 2016, 05:00

Der Respekt der Luzerner vor dem Aufsteiger aus Lausanne ist gross. «Das ist echt gut, was Trainer Fabio Celestini und die Lausanner machen», schätzt FCL-Coach Markus Babbel den fünftplatzierten Aufsteiger aus der Westschweiz ein. Nur sehr unglücklich verloren die Waadtländer am Mittwoch zu Hause gegen Serienmeister Basel. Durch ein Tor in der Nachspielzeit unter­lagen sie 1:2 gegen den klaren Leader vom Rheinknie.

Babbel verlangt beherzten Widerstand vom Team

Babbel stellt erstaunt fest: «Chapeau! Ob zu Hause oder auswärts, die Lausanner ziehen ihren Spielstil durch.» Er weiss, dass seine Mannschaft nur dann gegen die laufstarken, mutigen Gäste bestehen kann, «wenn wir den Gegner permanent beackern». FCL-Stürmer Cedric Itten (19) warnt ausserdem vor der «extrem guten Schusstechnik» von Samuele Campo (21). «Wir dürfen ihn nicht schiessen lassen. Ich habe in meiner Karriere selten einen linken Fuss gesehen wie jenen von Samuele Campo.» Und selbst mit rechts schiesse der Italo-Schweizer hart. Die Basler Leihgabe Itten kennt Campo aus gemeinsamen Zeiten im FCB-Nachwuchs. «Er hat überragende Qualitäten.» Mit Hakan Yakin (39) schwärmt sogar ein prominenter Ur-Basler von Campo. Yakin glaubt, dass der Linksfuss dereinst sein Nachfolger werden könnte.

Lob verdient aber auch Cedric Itten. Der Jungprofi aus dem letztjährigen FCB-Meisterteam hat sich schnell in Luzern integriert. Zu schaffen machten ihm nur die vielen Kraft- und Lauftrainings. «Weil in Basel meist englische Wochen auf dem Programm standen, hatten wir dort weniger trainiert.» Durch die Trainingsumstellung bekam Itten muskuläre Probleme, die nach der Eingewöhnungszeit nun der Vergangenheit angehören sollten. In sechs Super-League-Einsätzen über 346 Minuten für Luzern hat Itten bislang ein Tor erzielt und einen Assist gegeben. Im letzten Match, am Mittwoch gegen Sion, ist Itten für den australischen Nationalstürmer Tomi Juric (25) ins Spiel gekommen. Zusammen mit den vor ihm eingewechselten Francisco Rodriguez (21) und João Oliveira (20) brachte er Zug ins Luzerner Angriffsspiel. «Ich war sehr heiss auf diese Partie, nachdem ich zuvor im Cup in Le Locle nicht gespielt hatte.»

Itten kann von Marco Schneuwly viel lernen

Für die meisten Tore beim FCL sorgt nach wie vor Marco Schneuwly (31). Gegen Sion traf er wie vorher im Cup gegen Ti­cino Le Locle. In 77 Super-League-Partien für Luzern kommt der Freiburger auf 39 Treffer und 13 Assists. Da muss selbst der vom FCB an Topstürmer gewöhnte Itten feststellen: «Von Marco lerne ich viel, er hat Erfahrung und spielt mit Ruhe. Von der ersten bis zur letzten Minute kann er Tore schiessen.»

Für einmal war es gegen Sion umgekehrt: Der FCL musste von den Wallisern kurz vor Ablauf der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich hinnehmen. «Wir waren zu fünft vorne, als wir den Ball verloren und so Sion den Raum zum Konter öffneten», sagt Itten. Trotz des zwiespältigen Auftritts gegen Sion mit einer schlechten ersten Halbzeit und der anschliessenden klaren Leistungssteigerung überwog in der Analyse von Babbel das Positive: «Wie wir uns gegen das beste Sion dieser Saison aufgebäumt haben, das hat mir sehr gefallen.» Wenn Itten und das Team gegen Lausanne von Beginn an so engagiert dagegenhalten, wird es für Lausanne und Campo schwierig. Will man verhindern, dass der Lausanne-Spielmacher seine Zwischenbilanz (drei Tore und drei Assists) verbessert, darf er aber keinen Spielraum bekommen.

Daniel Wyrschdaniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: