Babbel: «Wir müssen wieder als Einheit auftreten»

FC LUZERN ⋅ Nach vier verlorenen Spielen in Serie hoffen die Fans des FC Luzern nun auf einen Sieg gegen Lausanne-Sport (Mittwoch, 19:45 Uhr). Kein leichtes Unterfangen für den FCL-Trainer Markus Babbel – besonders nach dem Wirbel der vergangenen Tage.
16. Mai 2017, 17:34

In vier Spielen in Serie hat der FC Luzern keinen Punkt geholt. Grund genug, dass dem Trainer des FC Luzern, Markus Babbel, an der Medienkonferenz vor dem Spiel gegen Lausanne vom Mittwoch einige kritische Fragen gestellt wurden. Sicherlich auch deshalb, weil Babbel seine Mannschaft in den letzten Tagen immer wieder öffentlich kritisiert hatte. «Draufhauen bringt jetzt nichts mehr. Meine Mannschaft ist charakterlich top. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Jungs das wieder hinkriegen», gab sich Markus Babbel optimistisch.

Er sei sich durchaus bewusst, dass es für das Team zurzeit keine einfache Situation sei – auch für den Torhüter Jonas Omlin nicht, der am Mittwoch erstmals von Simon Enzler als Ersatzgoalie unterstützt wird (Dave Zibung ist angeschlagen und kann wohl nicht spielen). «Es ist für Jonas nicht einfach. Aber als junger Spieler wächst man an solch schwierigen Zeiten. Das gilt auch für all die anderen Jungen bei uns in der Truppe», ist Babbel überzeugt. 

Dezimiertes Team gegen den Abstiegskandidaten

Dass es gegen das abstiegsgefährdete Lausanne-Sport keine leichte Aufgabe wird, ist sich Markus Babbel bewusst: «Lausanne ist im Spiel nach vorne gefährlich – wir müssen defensiv also sehr gut stehen. Dass wir aber wieder als eine Einheit auftreten, ist mir noch viel wichtiger.» 

Nebst dem Ersatzgoalie Dave Zibung werden Markus Babbel aber auch noch andere Spieler nicht zur Verfügung stehen. Claudio Lustenberger ist wegen seiner roten Karte vom YB-Spiel gesperrt, Markus Neumayr ist noch nicht fit – und vielleicht muss Babbel gar auf Pascal Schürpf verzichten. 

Schürpf probiert's mit der Maske

Pascal Schürpf hatte sich im Spiel gegen die Berner Young Boys einen Nasenbeinbruch zugezogen. «Das passierte bereits in der 20. Minute. Doch der Trainer sagte zu mir 'Ach komm, das geht schon' – und dann spielte ich weiter», erinnert sich Schürpf. Am Montag sei es ihm gar nicht gut gegangen, es werde jedoch immer besser. Er hat nun das Abschlusstraining mit einer Gesichtsmaske absolviert.

«Eine solche Maske besitze ich noch von einer Verletzung aus meiner Zeit bei Bellinzona. Natürlich werde ich die Maske aber noch in die FCL-Farben umsprayen lassen», lacht Schürpf.Die Tests seien gemäss seinen Aussagen positiv verlaufen, teilt der FCL mit. Ob er allerdings definitiv spielen werde, entscheide der Trainer. 

Sara Häusermann


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