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Bitteres Ende im Penaltyschiessen für den FCL

FUSSBALL ⋅ Vorbei ist der Traum von der Europa League. Der FC Luzern verliert das Rückspiel gegen die Schotten vom St. Johnstone FC im Penaltyschiessen. Schneuwly war die tragische Figur des Spiels.

Im Penaltyschiessen scheidet der FC Luzern auswärts gegen den St. Johnstone FC aus der Europa League Qualifitkation aus. An was es gelegen hat und wie man das Ganze möglichst schnell wegsteckt erzählen David Zibung und Alain Wiss im Interview. (Sara Häusermann / luzernerzeitung.ch, 25. Juli 2014)

  • Sava Bento und Thierry Doubai betreten den Flieger. Die Mannschaft flog am Freitag von Edinburgh zurück nach Zürich.
  • Petra Suter checkt in Edinburgh das Gepäck des FC Luzern ein.
  • Thierry Doubai, Oliver Bozanic und Sally Sarr am Warten.

Der FC Luzern ist bereits in der 2. Runde der Europa-League-Qualifikation gescheitert. Die Zentralschweizer verloren das Rückspiel auswärts gegen den schottischen Vertreter St. Johnstone im Penaltyschiessen 4:5. Bilder vom Flug, dem Spiel, dem Stadion und der Innenstadt von Perth. (Bilder: Sara Häusermann)

Der Traum von der Europa League nimmt für den FC Luzern in Schottland ein ganz bitteres Ende. Dabei waren die Hoffnungen gross, die Zuversicht war da. Beim FC Luzern glaubte man daran, dass man St. Johnstone im Rückspiel besiegen kann. Daraus wurde nichts. Im Penaltyschiessen wurde der sonst so solide Marco Schneuwly zur tragischen Figur. Sein Penalty, der von Mannus gehalten wurde, bedeutete das Ausscheiden des FCL.

Dabei hatte alles gut begonnen. Wie schon vor einer Woche dominierten die Luzerner das Spiel von A bis Z. Von Beginn weg machte der FCL klar, dass er dieses Spiel gewinnen will. Adrian Winter hat gleich in den ersten 10 Minuten zwei gute Chancen. Zuerst trifft er aber aus weiter Distanz das Tor nicht und nur Minuten später geht sein Volleyschuss nur knapp am Pfosten vorbei.

Der FC Luzern scheidet in der Europacup-Qualifikation gegen St. Johnstone aus. Hier die besten Szenen des Spiels. (Tele 1, 24.07.2014)

Unverständlicher Penalty

Ein erster Rückschlag kam für den FCL aber bereits nach einer Viertelstunde. Bozanic musste raus. Er war voll auf sein Hinterteil geknallt. In der 23. Minute kam auch schon der nächste Schock. Nach einem Eckball der Schotten pfiff der Schiedsrichter und zeigt auf den Elfmeterpunkt. Hochstrasser soll seinen Gegenspieler im Strafraum gehalten haben. Lächerlich! Entscheidet man so, müsste es pro Spiel geschätzte zwanzig Penaltys geben. Das alles war dem Schottischen Goalgetter Steve May natürlich egal. Er schoss das Leder in die Maschen und macht sein Comeback mit diesem Führungstreffer perfekt.

Der FC Luzern bewies im Anschluss aber Moral, liess sich nicht hängen und kam so weiter zu guten Szenen. Besonders Lezcano brachte sich immer wieder in gute Abschlusspositionen. Doch der trifft den Kasten nicht mehr! Mal scheitert er an Torhüter Mannus, mal geht das Leder nur knapp vorbei - und mal ist es schlichtes Unvermögen, das der FCL-Stürmer an den Tag legt. Und so müssen die Luzerner mit dem Rückstand in die Halbzeitpause.

Schneuwly erneut überragend

Nach der Pause tat Carlos Bernegger denn endlich das, was sich schon alle Fans herbei wünschten: Er brachte Marco Schneuwly. Schneuwly, der bis jetzt immer für FCL-Tore sorgte. Und nur sechs Minuten später tat er es wieder. Nach einem Eckball bracht Hyka den Ball schliesslich zu Mitte. Dort entstand ein kleineres Chaos – bis der Ball schliesslich Schneuwly vor den Füssen lag. Und dieser liess sich natürlich nicht zwei Mal bitten und schoss ein zum 1:1.

Und dieser Schneuwly wirbelte gleich weiter. Aus gut 25 Metern versucht er es erneut – und der Ball geht nur knapp vorbei. Auch Winter scheitert wenig später nur an Torhüter Mannus. In der 72. Minute ereiferten sich die FCL-Fans, als die Pfeife des Belgischen Schiedsrichters stumm bleibt. Ein Schottischer Verteidiger spielt den Ball im Strafraum ganz offensichtlich mit der Hand ins Toraus. Das muss Penalty sein! Der Unparteiische sieht das nicht so.

Schneuwly: Die tragische Figur

Bis zum Schlusspfiff blieb das Spiel eine einseitige Angelegenheit. Die Luzerner dominierten, kamen aber nur selten zu zwingenden Chancen. Die Akteure des FC St. Johnstone versuchten mit Kontern ihr Glück. Aber auch das brachte nichts ein. So mussten die Teams in die Verlängerung. Auch dort zeichnete sich ähnliches ab. Die Luzerner rennen an – die Schotten stehen hinten wie eine Mauer. Eine Schrecksekunde gab es für den FCL noch in der allerletzten Minute der Verlängerung. Caddis knallte den Ball aus kürzester Distanz nur an die Latte. So stand es aber auch nach 120 Minuten 1:1 – es folgte das Penaltyschiessen.

Freuler, Thiesson, Wiss und Winter. Sie alle versenkten ihre Penaltys. Nur einer nicht: Marco Schneuwly. Der Goalgetter des FC Luzern scheiterte an Keeper Mannus. Damit besiegelte er die Niederlage und das Ausscheiden aus der Europa League. Und das, obwohl er als einziger Spieler des FC Luzern Tore geschossen hatte in dieser Qualifikation.

St. Johnstone - Luzern 1:1 (1:0, 1:1). - St. Johnstone 5:4-Sieger im Penaltyschiessen.

8486 Zuschauer (in Perth). - SR Lardot (Be). - Tore: 22. May (Foulpenalty) 1:0. 60. Schneuwly 1:1.

Penaltyschiessen: Freuler 0:1, MacLean 1:1, Schneuwly scheitert an Mannus, Caddis 2:1, Thiesson 2:2, Mackay 3:2, Wiss 3:3, May 4:3, Winter 4:4, Scobbie 5:4.

St. Johnstone: Mannus; Miller, Mackay, Wright, Easton; Wotherspoon (96. Caddis), Brown, Miller (114. Scobbie), O'Halloran (73. Croft); May, MacLean.

Luzern: Zibung; Sarr, Affolter, Rogulj, Lustenberger; Freuler; Winter, Hochstrasser (54. Schneuwly), Bozanic (14. Wiss), Hyka (91. Thiesson); Lezcano.

Bemerkungen: 14. Bozanic verletzt ausgeschieden. 118. Pfostenschuss Caddis. St. Johnstone ohne Anderson (verletzt), Luzern ohne Holenstein und Jantscher (beide verletzt). Verwarnungen: 19. Wotherspoon (Foul). 79. Croft (Reklamieren). 89. Rogulj (Foul). 105. Thiesson (Foul).

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Leserkommentare (12)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 26.07.2014 13:47

    Schade das es nicht geklappt hat, aber eigentlich sollte man auch froh sein.
    Denn so kann sich das Team auf die Mannschaft, wie auch auf den Cup konzentrieren. Und bitte, anstatt die miese Laune oben in Leserbriefen rauszulassen geht an den Match, trinkt ein Bier, esst eine gute Wurst und das Leben geht weiter. Ach ja, anstelle gewisse Spieler so schlecht zu machen, sie so dermassen zu kritisieren...(negativ)kann man nicht eimal etwas gutes schreiben? In jedem schlechten (sportlich) gibts was positives! (U.nicht nur Doping)

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 26.07.2014 15:13
    als Antwort auf das Posting von Adi Wallimann, Grindelwald am 26.07.2014 13:47

    Ihre Schönschreiberei ist nett und ich trinke im Stadion auch gerne ein Bier - Im Gegensatz zu Ihnen bin ich aber ein treuer Stadiongänger, seit 25 Jahren und absoluter FCL Fan. Aber nach so vielen Jahren der Versprechungen haben wir es einfach langsam satt, vom Verein immer dasselbe zu hören, und nichts passiert. Das Positive, Herr Wallimann, sind die JUNGEN SPIELER - Freuler, Holenstein - die machen Freude und sollen ihre Einsatzzeiten erhalten. Ebenso der ewige Ersatztorhüter Bucchi, der längst für Zibung im Tor stehen müsste und in der Rückrunde bereits gezeigt hat, das er gut ist. Das war's denn schon mit dem Positiven!

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    geschrieben am 27.07.2014 08:11
    als Antwort auf das Posting von Peter Steiner, Rotkreuz am 26.07.2014 15:13

    Aber sehen Sie! Es gibt doch positive Züge und nicht mal wenige. Wünsche Ihnen weiterhin viele schöne FCL Stunden!

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    geschrieben am 27.07.2014 13:24
    als Antwort auf das Posting von Adi Wallimann, Grindelwald am 27.07.2014 08:11

    Positive Züge? Bei dieser Frührung und diesem Trainer? Bei Spielern wie Affolter, Wiss, Thiesson, Hochstrasser und Lezcano? Und dann sagt Frei im Interview in der Sonntagszeitung, dass Lezcano, wenn er dann mal Torgefährlich wird - was er in 4 Jahre noch nie war - einer der besten Offensivspieler der Super League werde! Solche Aussagen sind einfach unglaubwürdig und völlig Fehl am Platz! Genauso, dass Affolter einfach noch Zeit benötige.....?? Fussball ist sein Job, das sollte er gelernt haben aber er überschätzt sich und genügt schlicht bei Weitem nicht und da müsste man reagieren! Was nützen Winter, Freuler, Schneuwly, Holenstein, Doubai und Rogulj, wenn der Rest nicht passt, respektive die Qaualität nicht hat?? Es kann immer mal einer eine Form Baisse haben aber hier geht es um einen Neuaufbau, um ein Ziel, ein gutes, williges Team für die Zukunft zu formieren also muss man sich der Kritik auch stellen und entsprechend agieren und dies mach man nicht mit Schönrederei!

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    geschrieben am 25.07.2014 18:01

    Ah - man habe sich im Europacup geschont für das Sonntagsspiel in Basel! Ja dann, EC ist ja nicht so wichtig. Hauptsache, ihr gewinnt am Sonntag - ausgeruht und geschont - in Basel. So was Dummes hab ich noch nie gelesen. In Luzern will man einfach keinen Erfolg haben, so scheint es!!!!

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    geschrieben am 25.07.2014 17:16

    Tja, was soll man dazu sagen. Es gibt soo viele Schönredner beim FCL und im Umfeld, die jegliche Art von Kritik als Gotteslästerung empfinden..dann halt weiter so, liebe Freunde. Als alter Fan, der noch 1960 beim CUP-Sieg mit Wolfisberg und Co. dabei war und seither niemals mehr eine so hochbezahlte und GLEICHZEITIG blutleere Truppe gesehen hat, bin ich einfach enttäuscht. In die Struktur hat man investiert (Egli, Huggel....) aber die Veyrstärkung des Teams im Defenisv- und Offensivbereich hat man liederlich und schludrig übergangen - den Preis zahlte man halt jetzt. Als Investor würde ich mir zweimal überlegen, ob ich in eine SOLCHE Struktur ohne ersichtliche Konzepte und Strategie investieren würde. So lange man keine Kritikfähigkeit in der Führung hat, bleibt es halt ein Landclübli.

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    geschrieben am 25.07.2014 15:51

    Diese Niederlage hat voll und ganz Bernegger zu verantworten!! Wie kann man nur mit so einer Aufstellung (Hochstrasser und Lezcano) in dieses wichtige Auswärtsspiel?? Zudem lag es nach diesen 210 Minuten nicht am Pech sondern am Unvermögen und der mangelnden Qualität dieser Truppe!! Bernegger erbringt ein weiteres Mal den Beweis ebenfalls nicht Super League tauglich zu sein!!

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    geschrieben am 25.07.2014 17:02
    als Antwort auf das Posting von René Bättig, Kaltenbach am 25.07.2014 15:51

    Leczcano hatte 4-5 sichere Tore vergeben. Eine Forsetzung seiner unterirdischen Leistungen gegen Sion! Und der darf IMMER durchspielen, egal wie schlecht er ist! Hochstrasser war dermassen schlecht, dass der Radio Pilatus Reporter sich fast überschlug. Aber alle, alle dürfen sie ein weiteres Mal. Und auch der Trainer darf, wie er will. Niemand korrigiert ihn.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 25.07.2014 15:26

    Was heisst hier bitteres Ende? Zu Hause nicht gewonnen auswärts in 120 Minuten nur 1 Tor und im Penalty schiessen versagt, was erwartet ihr den vom FCL? Die Latte im Internationalen Fussball liegt etwas höher als in der Schweiz wenn auch der Schotische Klub Johnstone nur mittel Maas war, Luzern war demzufolge noch schlechter! Alles klar?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 25.07.2014 12:17

    Jetzt platzt mir der Kragen.
    Nach 2 Spielen, Spieler schonen? Das kann doch nicht wahr sein.
    Jeder Mensch im Berufsleben schuftet im Tag 8.5 Std. und das 5 Tage in der Woche und werden nicht vor und nach der Arbeit massiert und betreut. Unsere Milchtüten-Bubis müssen geschont werden. Herr ähhh-ähhh Bernegger es wäre an der Zeit mit diesen Bubis jeden Tag Standards zu üben. Ich glaube Sie überschätzen Ihre Schützlinge gewaltig, wenn Sie meinen Sie können mit Ersatzspielern einen Match gewinnen. Luzern ist nicht Basel und Sie sind jetzt noch beim FCL. Was D.Zibung angeht ist eigentlich schade Worte zu verlieren, denn ein Torwart der kaum ein Auskick bis zur Mittellinie fertig bringt der den Torraum nicht beherrscht und das Spiel nur verlangsamen kann, gehört nicht in diese Spielklasse.
    Was die ganze FCL-Crew an Zibung sieht ist eigentlich typisch für den FCL, Scheuklappen vor den Augen.
    Also Ihr verhätschelten Spieler,jetzt müsst Ihr gegen Basel gewinnen,sonst war die Schonung vergebens.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 25.07.2014 11:52

    Der FCL ist in toller Verfassung - welcher CH-Club kannn sich schon leisten, den torgefährlichen Schneuwly erst in der 2. Halbzeit einzuwechseln. Dafür durfte Leczcano seine Torungefährlichkeit während 120 Minuten bis zum Abwinken demonstrieren. Keine Ahnung, was den Trainer da geritten hat.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 25.07.2014 11:05

    Bitter hin oder her, gegen eine höchstens Challenge League Niveau aufweisenden Gegner darf man einfach nicht ausscheiden! Einmal mehr hat sich halt wieder gezeigt dass man auch solche Spiele mit einem 0815-Torhüter, welcher bestenfalls die Bälle hält die er muss (wenn überhaupt - siehe letzte Saison!) einfach nicht gewinnen kann. Herr Zubing - ähh Zibung bereitet sich während des Spiels wohl schon viel lieber darauf vor mit was für Phrasen er nach dem Spiel die bereitstehenden Mikrofone füttern darf! Weiss Herr Bernegger wohl schon dass er neben dem designierter FCL-Pressesprecher auch noch einen Lorenzo Bucchi zur Auswahl hätte?

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