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Eklat beim FCL: Bucchi rastet gegen Affolter aus

FUSSBALL ⋅ Im Camp des FC Luzern hat es am Mittwochvormittag zum Schluss des Trainings mächtig geknallt: Torhüter Lorenzo Bucchi verpasste François Affolter einen Faustschlag ins Gesicht und beschimpfte den Verteidiger aufs Übelste. Sportchef Rolf Fringer sieht in dieser Szene positive Emotionen im Abstiegskampf.

Am zweiten Trainingstag kam es zum Eklat beim FC Luzern in Marbella. Trainer Markus Babbel äussert sich im Video zu den Vorkommnissen: «Mich hat es ein Stück weit gefreut», so Babbel im Interview. (fcl.tv, 14.01.2014)

Zum Eklat zwischen dem temperamentvollen Römer Bucchi (30) und dem Westschweizer Affolter (23) ist es nach einem Missverständnis zwischen den beiden in einem internen Trainingsspiel gekommen. Der Innenverteidiger beschwerte sich lauthals beim Goalie, weil er ihm den Ball nicht zugespielt hatte. Als kurz darauf der Match endete, war Schlussmann Bucchi nicht mehr zu halten. Er stürmte auf Affolter los, beschimpfte ihn mit nicht druckreifen Ausdrücken in seiner Muttersprache Italienisch.

Impressionen aus dem Trainingslagers des FC Luzern in Marbella, Spanien.

Tägliche Berichte auf www.luzernerzeitung.ch/fcl

Faustschlag ins Gesicht

Doch das war längst nicht alles: Bucchi verpasste Affolter einen Faustschlag ins Gesicht! Erst dann konnten die Mitspieler Bucchi zurückhalten, der immer noch wie ein Rohrspatz fluchte und sich auch bei Cheftrainer Markus Babbel und Co-Trainer Roland Vrabec über Affolter beschwerte. FCL-Rückkehrer Tomislav Puljic lief nacheinander zu Affolter, der kein Wort von sich gab, und zu Bucchi, umarmte sie kurz, um die beiden streitenden Teamkollegen zu beruhigen.

Fringer: «Im Abstiegskampf kann man sich nicht streicheln.»

Oben auf der kleinen Tribüne des Stadions des lokalen Fussballklubs San Pedro de Alcantara blieb Sportchef Rolf Fringer (57) absolut cool. Der sehr erfahrene, langjährige Super-League-Trainer sagte spontan: «Das ist gut. Was meint ihr, im Abstiegskampf kann man sich nicht streicheln.» Mit dem Abstand von einigen Minuten erklärte Fringer: «Solche Sachen gehören zum Fussball. Es braucht Emotionen und Temperament. Nachher müssen wir das mit den betroffenen Spielern anschauen und besprechen. Der gegenseitige Respekt muss vorhanden sein, dann gehts weiter.»

Thali verletzt sich im Training

Am Mittwochnachmittag trainiert der FCL um 16.30 Uhr. Übrigens: Cristian Ianu nahm an der Einheit vom Vormittag teil, nachdem er am Dienstagabend wegen Schwindelgefühlen für das erste Training in Marbella Forfait hatte erklären müssen. Omar Thali (19), der U-21-Stürmer, hatte Pech im erwähnten internen Testmatch. Nach einem unabsichtlichen Foulspiel von Kaja Rogulj blieb Thali verletzt auf dem Rasen liegen. Er musste ins Spital von Marbella zur Untersuchung (MRI). Thali hatte sich bei diesem Vorfall eine Knieprellung zugezogen und muss nun zwei bis drei Tage pausieren.

Daniel Wyrsch

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Leserkommentare
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.01.2015 13:56

    Gut so! Pfeffer rein! Wie lauteten die Worte des sichtlich bewegten Berneggers nach dem letztjährigen Trainingslager "Das war das beste Trainingslager aller Zeiten". Man streichelte sich, motivierte sich gegenseitig, war lieb zueinander, aber in die E..oder den A.. oder mal lauthals die Meinung geigen - Fehlanzeige! Entsprechend waren auch die katastrophalen Leistungen der Rückrunde. Wer ein Trainingslager als Ferienlager empfindet, ist eh im falschen Film. Die machen das gut dort unten - Also los Jungs, Trainer und Sportchef, streut weiter Salz in die Wunden und gebt Vollgas! Es wird gut kommen! HOPP LOZÄRN!

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