Neue Luzerner Zeitung Online

Kein FCL-Befreiungsschlag gegen GC

FUSSBALL ⋅ Der FC Luzern spielt gegen die Zürcher Grasshoppers 1:1 unentschieden. Erneut war Marco Schneuwly der einzige FCL-Torschütze. Lezcano musste wegen einer mehr als fragwürdigen roten Karte frühzeitig vom Platz.

  • Luzerns Marco Schneuwly (links) gegen GCs Stephane Grichting
  • Luzerns Dario Lezcano (links) im Laufduell mit GCs Veroljub Salatic.
  • Alain Wiss (mitte) und Thierry Doubai diskutieren eine Szene mit Schiedsrichter Nikolaj Hänni.

Der FC Luzern spielte am Sonntag, 10. August 2014, zu Hause in der Swissporarena gegen GC Zürich 1:1 unentschieden. Das Tor für die Luzerner schoss Marco Schneuwly.

«Aufwand und Ertrag stimmen nicht überein» - das waren die Worte von Carlos Bernegger vor dem Spiel gegen die Grasshoppers. Und er behielt einmal mehr Recht. Die Luzerner spielten 1:1 unentschieden - Schneuwly schoss sein schon fast obligates Tor. Doch wieder reichte es nicht für den ersten Sieg der Saison. Und dies obwohl der FCL über weite Strecken des Spiels die dominierende Mannschaft war.

Der FC Luzern startete wirklich gut in die Partie. Obwohl GC sehr hoch stand, hatten die Luzerner die Lage stets gut im Griff und kamen bereits in den ersten 10 Minuten selber zu zwei guten Chancen. Zuerst scheiterte Lezcano mit seinem Freistoss nur äusserst knapp an GC-Keeper Vasic und nur drei Minuten später verfehlt Lustenberger das Tor nur sehr knapp. GC konnte von Glück reden, keinen frühen Treffer kassiert zu haben.

GCs Michael Lang legt vor

Vorbei war die Luzerner Herrlichkeit in der 13. Spielminute. Einen Freistoss aus grosser Distanz bringt Pavlovic perfekt in den FCL-Strafraum. Dort prallt der Ball von Dabbur und Sarr schliesslich zu Michael Lang. Dieser bringt das Leder im Fallen und via Latte im Tor unter. GC jubelte - der FCL liess den Kopf hängen. Wieder waren die Bemühungen nicht belohnt worden. Wieder kassierte man stattdessen ein Gegentor.

Der FC Luzern hatte in der Folge etwas Mühe wieder den Tritt zu finden. Allerdings hielt dieser Zustand nicht lange an. Nur wenige Minuten später jubelte nämlich Marco Schneuwly. Wieder dieser Schneuwly. Er erzielte das 1:1 in der 19. Minute. Der Befreiungsschlag von Ravet landet an Wiss' Kopf und prallt direkt vor die Füsse von Schneuwly. Dieser läuft los und verwandelt in gekonnter Manier.

Nur wenig später hatte Hyka sogar noch die Möglichkeit zum 2:1. Nach einem guten Pass von Winter taucht der Wirbelwind alleine vor Vasic auf. Doch im Gegensatz zu Schneuwly verliert er dieses Duell. GC kam nicht mehr zu einer gefährlichen Möglichkeit. Der FCL hinterliess bis zu Pause einen soliden Eindruck.

Der FCL "schwimmt" nach der Pause

Ganz anders das Bild zu Beginn der zweiten 45 Minuten: Wie schon gegen St. Gallen kam der FC Luzern auch dieses Mal schlecht zurück aus der Pause. Hinten "schwammen" die Luzerner phasenweise. Oftmals gelang es nur im Kollektiv und mit einigem Glück den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen. Sowohl Doubai als auch Rogulj hatten nicht ihren besten Tag und waren oftmals die Verlierer in einem Zweikampf.

Erst in der 68. Minute konnte der FCL wieder offensive Akzente setzen. Schneuwly schirmte den Ball gekonnt ab und legte nach rechts aussen auf frisch eingewechselten Mobulu. Dieser legte sich das Leder einen Tick zu weit vor - und vorbei war die Chance. Das hätte auch das 2:1 sein können.

Hitzige Szenen zum Schluss

Das schwülwarme Wetter liess auch die Gemüter auf dem Rasen nicht kalt. Die Zweikämpfe wurden auf beiden Seiten hart geführt. Schliesslich in der 79. Minute kam es zu einem Techtelmechtel zwischen Grichting und Lezcano. Aus der Distanz spielte sich das wie folgt ab: Lezcano schlittert in Grichting. Das war Foul. Dann aber am Boden bewegt sich Grichting in Richtung Lezcano. Das war - aus der Distanz gesehen - eine Tätlichkeit. Der Schiedsrichter hatte das allerdings ganz anders gesehen. Er gab Grichting die gelbe Karte, was gelb-rot bedeutete, und Lezcano die direkt rote Karte. Für diesen unverständlichen Entscheid gab es Pfiffe von allen 11'391 Zuschauern in der Swissporarena. Diesen Entscheid konnte wohl keiner nachvollziehen.

Beide Teams mit einem Mann weniger sorgten für eine spannende Schlussphase. Doch dem FC Luzern war es einmal mehr nicht vergönnt, noch den späten Siegestreffer zu schiessen. Mobulu verursachte gleich mehrmals Chaos im GC Strafraum - doch der Ball wollte nicht rein. So blieb es beim 1:1. Kein Befreiungsschlag für den FCL - kein Befreiungsschlag für GC. Die Luzerner warten somit immer noch auf den ersten Saisonsieg.

Luzern und die Grasshoppers sind auch nach 360 Minuten der Saison noch sieglos. Das 1:1 war ein Resultat, das für keines der beiden Teams von Nutzen ist. Luzern offenbarte abermals Probleme mit der Effizienz. (Tele 1, 10.08.2014)

Luzern - Grasshoppers 1:1 (1:1)

11'391 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 13. Lang (Dabbur) 0:1. 19. Schneuwly (Wiss) 1:1.

Luzern: Zibung; Sarr, Affolter, Rogulj, Lustenberger; Winter (56. Mobulu), Wiss (30. Thiesson), Doubai, Hyka (83. Jantscher); Lezcano; Schneuwly.

Grasshoppers: Vasic; Lang, Jahic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Kahraba (64. Tarashaj), Abrashi, Sinkala (79. Dingsdag), Ravet (74. Ngamukol); Dabbur.

Bemerkungen: Luzern ohne Bozanic, Holenstein (beide verletzt), Freuler (gesperrt) und Lamas (noch nicht spielberechtigt), Grasshoppers ohne Ben Khalifa, Caio und Davari (alle verletzt). 30. Wiss verletzt out (Kopf). 77. Gelb-rote Karte gegen Grichting (Unsportlichkeit) und rote Karte gegen Lezcano (Tätlichkeit). Verwarnungen: 26. Grichting. 43. Sarr. 64. Schneuwly. 84. Tarashaj (alle wegen Fouls). 86. Dabbur (Unsportlichkeit). 93. Pavlovic (Foul).

Login


 
Leserkommentare (15)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 11.08.2014 18:59

    Unser Hauptaugenmerk muss jetzt das Spiel gegen das letztplatzierte Vaduz sein, und nur die Punkte gegen den Letzten zählen jetzt. Also drücken wir unserem Team die Daumen für das Spiel am Mittwoch, alles andere ist jetzt unwichtig.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 11.08.2014 14:04

    Ja genau der liebe Präsident dürfte doch auch einmal auf Sponsorensuche gehen damit man einmal noch einen richtigen Spielmacher verpflichten kann oder sonst einen starken Transfer tätigen kann. Was macht der eigentlich ausser am Alex den Lohn zahlen?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 11.08.2014 12:42

    Der Verein hat wirklich kein Geld für Transfers. Der vollbezahlte fussballunerfahrene Grüssonkel-Präsident will ja auch noch salariert werden. Das Team hat sich gegen GC im Rahmen seiner derzeitigen Möglichkeiten gut verkauft. Mobulu bitte am Mittwoch in die Startelf!!!

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 11.08.2014 09:58

    Affolter war der beste Luzerner. Sein Sliding Tackling gegen den alleine aufs Tor ziehenden Abrashi rettete wohl den einen Punkt. Das sagt schon viel. Aber in der hintersten Tabellenregion darfst Du einfach keine Kür erwarten. Malochen ist angesagt, und das hat der FCL dieses Mal gemacht. So weit hat der Club seinen Job gemacht. Nicht schön, aber zuhause nicht verloren ist ja auch etwas.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 11.08.2014 02:07

    Verbessertes Team, leider weiterhin unglücklich kämpfend. Dürftige Spielqualität, verständlich bei den beiden 1-Punkt-Habenichtsen. Vorne der eingewechselte Mobulu ein Lichtblick - bitte von Anfang an als Sturmpartner von Schneuwly bringen!

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 10.08.2014 22:31

    GC hätte man in derer schwachen Form schlagen müssen! Konditionell scheinen die Luzerner schlicht nicht auf der Höhe zu sein, anders ist der krasse Einbruch in der zweiten HZ nicht zu erklären! Frei und Bernegger sollten einmal beim Fc Thun insbesondere bei Fischer Unterricht nehmen! Was dieser Verein mit bescheidenem Budget und unbekannten Spielern hinbekommt, ist erstaunlich! Zudem ist die Handschrift und ein klares System des Trainer klar ersichtlich! Bei Luzern stimmt ganz einfach vieles nicht und wie sich ein Spieler wie Winter unter Bernegger von Spiel zu Spiel verschlechtert ist erschreckend! Aber auch andere wie Rogulj, Wiss/Thiesson, Sarr und wie immer Lezcano waren schlicht ungenügend, was jedoch bei Thiesson, Wiss und Lezcano eigentlich stets so ist...Schade, wieder eine Chance verpasst ins Mittelfeld aufzuschliessen!

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 11.08.2014 10:49
    als Antwort auf das Posting von René Bättig, Kaltenbach am 10.08.2014 22:31

    Lezcano ungenügend gegen GC? Haben Sie das gleiche Spiel gesehen Herr Bättig wie ich?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 12.08.2014 22:44
    als Antwort auf das Posting von Alain Oster, Rotkreuz am 11.08.2014 10:49

    @Alain Oster???? Er versiebte wieder 100 %ige Torchancen, verstolperte Bälle, verlor entscheidende Duelle und bekam zurecht eine rote Karte!!! Mobulu war wohl in seinem Kurzeinsatz engagierter, gefährlicher und besser! Aber wir sahen ja nicht dasselbe Spiel...

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 10.08.2014 21:40

    Anstelle Affolter dauernd auf den Deckel zu geben darf man ihn jetzt auch einmal loben. Gegen GC hat er ein sehr gutes Spiel abgeliefert! Hat alle Zweikämpfe gewonnen und auch neu Sicherheit ausgestrahlt bei jeder Aktion, was noch vor einigen Spielen anders war. Auch andere Spieler kämpften mit Herz und gefielen mir. Enttäuscht war ich heute am meisten von den eigenen Fans. Wo bleiben die Ho, Ho, Hopp Luzärn Rufe? Das Fan Choreo ist überhaupt nicht auf den Spielverlauf abgestummen. Das war doch auch schon besser. Nicht nur die Spieler können dazu lernen auch die Fans. Lobenswert gabs keine Pyro und Polizeiaktionen. Das ist auch schon ein riesen grosser Fortschritt. Wenn zukünftig die Fans und die Spieler am selben Strick ziehen habens die Gegner auch wieder schwieriger und werden keine Punkte mehr aus Luzern entführen. Fans steht hinter den Spieler auch wenn sie nicht immer überzeugen. Das macht doch ein wahres Luzerner Fussballherz aus.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 10.08.2014 19:59

    Gekämpft!!!Den Sieg hätten sie sich verdient.Und Mobulu 1st Spiel fast 1st Tor.Toller Transfer!!!Und Affolter war mal nicht der schlechteste grinsen

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 10.08.2014 19:08

    Im Blick-Filmchen sagte Bernegger als Begründung, es sei heute heiss gewesen von der Temperatur her. Aber hallo, ja so war's...also SFV - Spielt nächstes Mal bitte unter Normaltemperaturen oder verschiebt die Spiele!

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 10.08.2014 20:36
    als Antwort auf das Posting von Reni Huber, Romanshorn am 10.08.2014 19:08

    Ja stimmt. Die GC Spieler hatten eine Klimaanlage und nicht die gleichen Bedingungen. Egal, am Mittwoch wird sich zeigen, welchen Weg der FCL gehen wird in dieser Saison

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 10.08.2014 18:48

    Klare Steigerung, sehr gutes Stellungsspiel, effektives und effizientes Arbeit mit und ohne Ball, wunderbare Ballstafetten, Doppelpässe zuhauf, Pirouetten, Doppellutz, Schüsse aufs Tor und unglaublich mitgehendes Publikum...Herz, was willst DU mehr? Einfach zum Träumen....! Danke FCL!

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 10.08.2014 23:18
    als Antwort auf das Posting von Manal Zenaida, Altbüron am 10.08.2014 18:48

    ....das war Ironie, liebe Leser! Ironiefilter OFF.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 10.08.2014 17:00

    ...ich nehme an, auch in diesem Jahr wird es 2-3 Mamschaften geben, welche noch schlechter wie der FCL sein werden. Es gibt allerdings auch Mannschaften, welche mit geringeren Mitteln gleiches oder mehr leisten (z.B. Thun). Ich bin jedoch sicher, viele innerschweizer Fussballinteressierte haben besseres zu tun, als Spiele des FCL zu verfolgen. Meine Empfehlung: tun Sie's...!

  • ↓   Alle Kommentare anzeigen   ↓
Diskutieren Sie mit
Die Redaktion sichtet die Leserkommentare und schaltet sie zwischen 7 und 19 Uhr frei. Sie behält sich vor, Beiträge, die die Spielregeln zur Kommentarfunktion verletzen, nicht zu publizieren oder zu kürzen. Am meisten Chancen haben Kommentare, die direkt auf einen Artikel eingehen. Beiträge mit ehrverletzenden, rassistischen oder unsachlichen Äusserungen publizieren wir nicht. Der Korrespondenzweg ist ausgeschlossen. Leserkommentare können vollständig oder auszugsweise in der Neuen Luzerner Zeitung und ihrer Regionalausgaben publiziert werden.


Die Kommentarfunktion steht für diesen Artikel nicht mehr zur Verfügung. Entweder ist der Diskussionszeitraum abgelaufen oder die Diskussion zu diesem Thema wird in einem separaten Forum weitergeführt. Siehe www.luzernerzeitung.ch/forum

Anzeige:

SPORT : Das Liveticker-Programm

FUSSBALL: Super League aktuell

Alle Sportresultate

FUSSBALL : Tabelle Super League

Ausführliche Tabellen

Anzeige:

Anzeige:

Mehr Service: Auch in den Ferien

osc_sommer

Newsletter zur Region? Hier bestellen

Newsletter

zugerpresse.ch Jeden Mittwoch Neu

Zugerpresse

Leser-Empfehlungen auf Facebook