FCL-Trainer Seoane: «Müssen gegen Lausanne zu unseren Tugenden zurückfinden»

FUSSBALL ⋅ Der FC Luzern hat zuletzt zweimal in Folge verloren. Er will am Donnerstag in Lausanne wieder zum Siegen zurückkehren. FCL-Trainer Gerardo Seoane will sich im Vorfeld nicht zu sehr mit dem Gegner beschäftigen, stattdessen appelliert er an sein eigenes Team.
17. April 2018, 15:31

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

3-1-4-2, 4-2-3-1, 4-1-4-1, 3-4-2-1: Für einige Menschen sind es nur absurde Zahlenkombinationen, für Lausanne-Trainer Fabio Celestini sind es die verschiedenen Ausrichtungen seines Teams. Celestini gilt als Taktikfuchs, versucht jeweils je nach Gegner die Formation zu wechseln. Alleine in der Rückrunde hat er bereits vier verschiedene Formationen gewählt. Am Donnerstag trifft sein Team auf dasjenige des FC Luzern. FCL-Trainer Gerardo Seaone beschäftigt sich im Vorfeld nur wenig mit den taktischen Überlegungen seines Gegenübers. «Es ist so, dass man sich auf Lausanne nicht einfach einstellen kann. Aber im Moment kommt mir das gerade recht, wir müssen uns wieder auf die eigenen Tugenden und Stärken fokussieren», sagt Seoane.

Zuletzt lief es nämlich nicht mehr beim FC Luzern. Sowohl gegen Thun, als auch gegen Sion verlor der FC Luzern mit 0:1. Damit ging die unglaubliche Startserie von Gerardo Seoane zu Ende, er war in den ersten acht Spielen nicht besiegt worden. «Gegen Sion haben wir nicht den Zugriff in der gegnerischen Platzhälfte bekommen, den wir in den vorhergehenden Spielen hatten», sucht Seoane eine Erklärung für die Heimniederlage.

Seine Mannschaft habe sich zu sehr in die eigene Platzhälfte einigeln lassen, das wolle er gegen Lausanne wieder ändern. «Wir wollen wieder vermehrt ein Pressing in der gegnerischen Hälfte aufziehen», verspricht der Schweiz-Spanier. Für sein Team gehe es darum, einen guten Mix in der Spielweise zu finden. «Wir wollen nicht sehr viel Ballbesitz ohne Torchancen, aber auch nicht in der eigenen Spielhälfte warten und nur auf Kontern lauern», so Seoane.

FCL wohl wieder mit Kryeziu

Gegen Lausanne kann Seoane wieder auf den zentralen Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu zählen. Dem Küssnachter machten zuletzt Rückenschmerzen zu schaffen, gegen Thun sass er auf der Tribüne, gegen Sion immerhin auf der Bank. «Einem Startelfeinsatz von Heki steht im Moment nichts im Weg», sagt dazu Gerardo Seoane, der seinen Abräumer lobt. «Heki ist für uns ein enorm wichtiger Spieler. Er ist im Mittelfeld unser zweikampfstärkster Spieler und macht sehr viel Arbeit, die zwar nicht immer sichtbar, aber sehr wichtig für die Mannschaft ist.»

Luzerns Gegner Lausanne kämpft gegen vier weitere Teams im Abstiegskampf ums Überleben. Dass der FC Luzern dank der Siegesserie nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat, freut Seoane. Er warnt aber auch: «Ganz gerettet sind wir noch nicht, die Tabelle ist sehr eng. Aber sicher sind wir glücklich, dass es bei uns besser aussieht als bei anderen Vereinen. Im Abstiegskampf gibt es derzeit eine Wahnsinnskonstellation mit fünf Mannschaften innerhalb von einem einzigen Punkt.»

Auf die Tabelle, wo der FC Luzern derzeit auf dem vierten Rang liegt, schaue Seoane immer noch nicht. «Es bringt Nichts, auf die Tabelle zu schielen, wenn die Entwicklung nicht positiv ist. Für uns ist es nur entscheidend, gegen Lausanne wieder zu unserer Leistung zurückzufinden.»


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