FCL-Trainer Gerardo Seoane: «Wir müssen aggressiver sein»

FUSSBALL ⋅ Nach der ersten Niederlage unter Gerardo Seoane will der FCL am Sonntag gegen Sion zum Siegen zurückkehren. Dabei erwartet der FCL einen Gegner, der Selbstvertrauen getankt hat.
12. April 2018, 14:47

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

Die unheimliche Serie von Gerardo Seoane ist zu Ende. Im neunten Spiel wurde sein FC Luzern in Thun (0:1) besiegt. Am Sonntag will der Vierte der Super League wieder zum Siegen zurückkehren, zu Gast in Luzern ist der Tabellenletzte Sion. Einfach werde das Spiel trotz in der Tabelle deutlichen Rollenverteilung aber nicht, sagt Cheftrainer Seoane. «Wenn man Sion im letzten Spiel gegen Lausanne gesehen hat, weiss man, wie stark sie sind. Eigentlich hätten sie angesichts ihrer Chancen viel höher als 2:0 gewinnen sollen. Sion ist in der Tabelle unter Wert geschlagen.» Seoane warnt insbesondere vor der gefährlichen Offensive rund um Carlitos, Ilombe Mboyo, Pajtim Kasami und dem Ex-Luzerner Marco Schneuwly, der zuletzt jeweils nur eingewechselt wurde. «Diese Offensive gilt es in Schach zu halten.»

Match gegen Sion wird ein «Kampfspiel»

«Sion hat wieder Selbstvertrauen getankt und wird ein gefährlicher Gegner», sagt auch FCL-Innenverteidiger Nicolas Schindelholz. Nach langer Leidenszeit wird er gegen Sion das erste Mal von Beginn weg für den FCL auflaufen. Gegen seinen Ex-Klub Thun wurde er nach der Verletzung von Lazar Cirkovic in der zweiten Halbzeit eingewechselt. «Für mich war es als Start vielleicht gerade richtig nur eine Halbzeit zu spielen», sagt der 30-Jährige, der einst die Nachwuchsabteilung des FC Basel durchlief.

Gegen Sion wird Schindelholz vom FCL für das ganze Spiel gebraucht, mit ihm und Stefan Knezevic sind nur gerade zwei Luzerner Innenverteidiger fit. Er könne als kämpferischer Teamplayer etwas bringen, ist Schindelholz überzeugt. «Das Spiel gegen Sion wird ein Kampfspiel. Es wird viele Zweikämpfe geben.»

Naturrasen ist zweikampflastiger als Kunstrasen

Das erwartet auch Gerardo Seoane. Im Berner Oberland hatte der Luzerner Trainer zwar eine gute Leistung seiner Mannschaft gesehen, aber «es fehlte Dynamik und Entschlossenheit in Richtung Tor.» Da das Spiel in Thun auf Kunstrasen stattfand, gäbe es im Hinblick auf das Sion-Spiel auch eine Umstellung vom Natur- auf den Kunstrasen: «Das Spiel wird auf Naturrasen sicher zweikampflastiger als auf dem Kunstrasen. Wir müssen deshalb aggressiver sein», sagt der Schweiz-Spanier, der den Trainerkollegen Maurizio Jacobacci (Ex-Kriens) lobt. «Seit er Sion-Trainer ist, verteidigt Sion solidarischer und tritt insgesamt geschlossener auf.» Das Spiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion findet am Sonntag um 16 Uhr in der Swisspor-Arena statt.


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