Sorgen um FCL-Mittelfeldchef Hekuran Kryeziu

FUSSBALL ⋅ Hekuran Kryeziu hat dem FC Luzern zuletzt zweimal in Folge gefehlt, dabei braucht er nur noch wenige Einsätze, damit sich sein Vertrag verlängert. Klarheit herrscht dagegen bei Aussenverteidiger Simon Grether.
17. April 2018, 08:28

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

Es war eine schwache Leistung, die der FC Luzern am Sonntag gegen den FC Sion zeigte, er verlor gegen die Walliser verdient mit 0:1. Im zentralen defensiven Mittelfeld spielten wie schon bei der Niederlage gegen den FC Thun eine Woche zuvor Olivier Custodio und Idriz Voca.

Hekuran Kryeziu (25) fehlte an allen Ecken und Enden. Er, der einer der tragenden Leistungsträger bei der Siegesserie zum Start der Trainer-Ära unter Gerardo Seoane war. Der Schweiz-Kosovare ging in den ersten acht Spielen 2018 als zweikampfstarker Chef des Mittelfelds voran, hat sich im Vergleich zu einer durchzogenen Vorrunde wieder deutlich steigern können.

Verletzung zur Unzeit oder Kalkül?

Kryeziu fehlte zuletzt zweimal wegen Rückenschmerzen. In den beiden Testländerspielen der kosovarischen Nationalmannschaft habe das Team auf sehr hartem Untergrund gespielt, es habe ihm im Rücken «gezwickt». Gegen Thun sass «Heki» auf der Tribüne, gegen Sion immerhin auf der Bank. Die Verletzung kommt für den FC Luzern zur Unzeit. Kryeziu braucht nämlich nur noch wenige Einsätze, bis sich sein Vertrag automatisch um ein Jahr bis Sommer 2019 verlängert. In der Super League ist er in dieser Saison bislang auf 25 Einsätze gekommen. Dem Vernehmen nach fehlen dem Schweiz-Kosovaren noch zwei Ligaeinsätze, bis sich der Vertrag automatisch um eine Saison verlängert.

Ist die Rückenverletzung also nur Kalkül von Hekuran Kryeziu, der bereits im letzten Sommer mit einem Abgang ins Ausland geliebäugelt hatte? Kryeziu verneint, letzte Woche sagte er dazu im «Blick»: «Ich bin Fussballprofi von Kopf bis Fuss und will immer alle Spiele bestreiten. Mir etwas zu unterstellen, erscheint mir weltfremd.» Gestern wollte sich der Küssnachter nicht mehr dazu äussern, es habe sich auch nach dem Sion-Spiel nichts verändert. Würde sich der Vertrag nicht verlängern, könnte «Heki» im Sommer den FCL ablösefrei verlassen. Nach Nicolas Haas (inzwischen bei Atalanta Bergamo) im letzten Sommer könnte Kryeziu bereits das zweite Eigengewächs in Folge sein, das den Verein ohne Ablösesumme ins Ausland verlässt. Beim FC Luzern will man davon nichts wissen. So sagt Sportkoordinator Remo Meyer: «Ich gehe davon aus, dass wir noch im April mit Hekuran eine Lösung finden und zusammen in die neue Saison gehen.»

Grether bleibt bis 2019

Während die Fans bei Hekuran Kryeziu auf eine Vertragsverlängerung hoffen, ist bereits klar, dass Simon Grether (25) dem FC Luzern erhalten bleibt. Durch seinen 20. Super-League-Einsatz in dieser Saison verlängert sich der Vertrag von Grether automatisch bis zum 30. Juni 2019. Grether absolvierte für den FC Luzern bislang 41 Spiele in der höchsten Schweizer Spielklasse, erzielte dabei aber noch kein Tor. Er ist im Sommer 2016 vom Challenge-League-Verein FC Wohlen zu den Innerschweizern in die Super League gewechselt. Der 25-jährige Basler stand in allen zehn Spielen unter Trainer Gerardo Seoane als Rechtsverteidiger in der Startformation.


Anzeige: