Neue Luzerner Zeitung Online

Chelseas Rettungsanker

AUSLAND-LIGEN ⋅ Im englischen FA Cup will Chelsea seine Titelchancen wahren. Manchester City, der Achtelfinal-Gegner vom Sonntag, spielt den Londonern in die Karten. In Deutschland empfängt Bayer Leverkusen den BVB.

Für Chelsea ist der FA Cup wohl der letzte Rettungsanker. Der Gegner im Achtelfinal-Duell am Sonntag an der Stamford Bridge dürfte noch dazu nicht in Bestbesetzung antreten: Manchester Citys Coach Manuel Pellegrini deutete an, im Hinblick auf die Champions League zwei Tage später mehrere Spieler zu schonen.

"Der FA Cup ist ein ernst zu nehmender Wettbewerb und nicht einer, den du links liegen lassen kannst", erklärte Pellegrini vor dem Duell mit den "Blues". Doch es dürfte ein Lippenbekenntnis sein, wie der Chilene umgehend bestätigte: "Das ist wohl ein Fall, in dem wir Prioritäten setzen werden." Am Dienstag bestreiten die "Citizens" ihr Hinspiel im Champions-League-Achtelfinal bei Dynamo Kiew.

Nicht nur deswegen ist Chelsea nach der guten Vorstellung beim knappen 1:2 bei Paris Saint-Germain in der Champions League guten Mutes. Zwölf Spiele in Folge blieb die Truppe von Guus Hiddink bis zum Auftritt in Frankreich ungeschlagen, die Formkurve zeigt nach oben. Fraglich ist nach wie vor der Einsatz von Captain John Terry.

Spitzenspiel in Leverkusen

Die zwei Europa-League-Gewinner aus der deutschen Fussball-Bundesliga treffen am Sonntag im direkten Duell aufeinander. Der Tabellendritte Bayer Leverkusen will nach dem 1:0 bei Sporting Lissabon auch am Sonntag im Topspiel gegen den Zweiten Borussia Dortmund reüssieren. Während der BVB mit dem Schweizer Torhüter Roman Bürki die Rückkehr in die Champions League so gut wie sicher hat, muss der Werksverein mit Admir Mehmedi noch schwer darum kämpfen.

"Wir nehmen das Selbstvertrauen mit in das Spiel gegen Borussia Dortmund", sagte Bayer-Kapitän und Abwehrchef Ömer Toprak nach dem Gastspiel in Portugals Hauptstadt am Donnerstag. "Das wird ein sehr schwieriges Spiel gegen den BVB, aber wir wollen die drei Punkte", hofft Karim Bellarabi, der in Lissabon als Matchwinner in Erscheinung trat. Der deutsche Nationalspieler erzielte das entscheidende Tor in der 25. Minute mit dem Knie.

Auch der BVB war gegen einen portugiesischen Spitzenverein erfolgreich. Gegen den FC Porto gewannen die Schwarz-Gelben als klar bessere Mannschaft mit 2:0. Nun hofft Captain Mats Hummels, dass Dortmund seine Bundesliga-Rückrundenbilanz mit fünf Siegen und einem Remis weiter aufbessert. "Vielleicht ist der Kräfteverschleiss bei Leverkusen etwas grösser", spekulierte der Innenverteidiger. Anders als Leverkusen hat Dortmund sein Hinspiel in der Europa League nicht in der Fremde, sondern vor eigenem Publikum bestritten.

Dortmund (48 Punkte) hat 13 Zähler mehr als Leverkusen, das Druck von hinten bekommt. Schliesslich sind Hertha (35), Schalke, Mainz (je 33) und Gladbach (32) dicht auf den Fersen. Um Dritter zu bleiben, müsse Bayer in "einen kleinen Lauf mit vier, fünf Dreiern" kommen, sagte Mittelfeldspieler Christoph Kramer. Das Hinspiel gewannen übrigens die Dortmunder klar mit 3:0. Die Statistik spricht für die Dortmunder: Seit mehr als acht Jahren konnte Bayer kein Heimspiel gegen den BVB gewinnen.

Ribéry und Götze vor Comeback

Leader Bayern München strebt am Samstag zu Hause gegen Darmstadt den 19. Saisonsieg an. Gegen Aufsteiger hat sich der Rekordmeister zuletzt nie sonderlich schwergetan. Gegen Bundesliga-Neulinge haben die Münchner die vergangenen 23 Spiele gewonnen und dabei 77:10 Tore erzielt. Bayern-Coach Pep Guardiola hat drei Comebacks und ein Debüt in Aussicht gestellt. Nachdem die lange verletzten Franck Ribéry, Mario Götze und Medhi Benatia ebenso wie Neuzugang Serdar Tasci in dieser Woche weitere Schritte im Training machten, könnte der eine oder andere Einsatz schon gegen Darmstadt anstehen. "Sie sind bereit, sie sind fit. Ich weiss nicht, für wie viele Minuten", sagte Guardiola am Freitag. (sda/dpa)

Login


 
Diskutieren Sie mit
Die Redaktion sichtet die Leserkommentare und schaltet sie zwischen 7 und 19 Uhr frei. Sie behält sich vor, Beiträge, die die Spielregeln zur Kommentarfunktion verletzen, nicht zu publizieren oder zu kürzen. Am meisten Chancen haben Kommentare, die direkt auf einen Artikel eingehen. Beiträge mit ehrverletzenden, rassistischen oder unsachlichen Äusserungen publizieren wir nicht. Der Korrespondenzweg ist ausgeschlossen. Leserkommentare können vollständig oder auszugsweise in der Neuen Luzerner Zeitung und ihrer Regionalausgaben publiziert werden.


Die Kommentarfunktion steht für diesen Artikel nicht mehr zur Verfügung. Entweder ist der Diskussionszeitraum abgelaufen oder die Diskussion zu diesem Thema wird in einem separaten Forum weitergeführt. Siehe www.luzernerzeitung.ch/forum

Anzeige:

Euro 2016 Live

Anzeige:

Fussball EM: Resultate, Berichte, Analysen

Jubelnde Fans

Verfolgen Sie die Fussball-EM auf Ihrem Smartphone. Sämtliche Inhalte unseres EM-Specials finden Sie auch auf mobile.luzernerzeitung.ch