Die Startformation gegen Estland dürfte feststehen

FEUSISBERG ⋅ Nichts trübt die Vorbereitung der Schweizer Mannschaft auf das EM-Qualifikationsspiel vom Freitag in Luzern gegen Estland. Auch am Mittwoch absolvieren alle 23 Spieler das Training in Freienbach.

Josip Drmic weiss noch nicht, ob er gegen Estland spielt. "Ich will mich im Training aufdrängen, dann entscheidet der Trainer, wer spielt", so der Stürmer von Bayer Leverkusen. Fussballer-Phrasen. Im letzten Spiel in der EM-Qualifikation im November gegen Litauen sass Drmic zu Beginn auf der Bank. Doch nach seinem Eintritt in der letzten halben Stunde legte das Schweizer Team los - aus dem 0:0 wurde ein 4:0. Drei Tage später stand Drmic im Test in Polen in der Startformation und schoss nach zwei Minuten das Schweizer Führungstor.

Diese Eindrücke wird Petkovic bei seiner Wahl berücksichtigen, zumal sich die Situation von Drmic im Klub seit der Winterpause verbessert hat. Hatte er im Herbst in der 1. Bundesliga nur einmal von Beginn weg gespielt, stand er in der Rückrunde schon viermal in Leverkusens Startelf. In der Champions League spielte er gegen Atletico Madrid ebenfalls. "Ich bin sehr dankbar, dass ich jetzt meine Einsätze bekomme", so Drmic. "Jetzt will ich diese Energie auch ins Nationalteam tragen."

Was für Drmic im Speziellen gilt, hat für das Team im Allgemeinen Gültigkeit. Der Stamm, der sich im Herbst herauskristallisiert hat, kam im Klub in den letzten Wochen zu genügend Einsatzzeit. Das ist endlich auch bei Xherdan Shaqiri so, der seit seinem Wechsel von Bayern München zu Inter Mailand nicht mehr Ergänzungs- sondern Stammspieler ist. Das gilt für Captain Gökhan Inler, der sich nach einer schwierigen Phase von Dezember bis Februar von seiner Wadenverletzung vollständig erholt hat und bei Napoli zuletzt dreimal in Folge über 90 Minuten im Einsatz stand. Und das gilt auch für Valon Behrami, der seine physischen Probleme so weit unter Kontrolle hat, dass er beim Hamburger SV die letzten drei Spiele absolvieren konnte.

Weil kein Spieler verletzt oder angeschlagen ist (wie Ricardo Rodriguez und Granit Xhaka gegen Litauen) und keinem der Wettkampfrhythmus fehlt (wie Drmic damals), dürfte Petkovics Team stehen. "Ein Trainer braucht einen Stamm von sieben oder acht Spielern", sagte der Trainer zwar, doch scheinen bei ihm derzeit im Normalfall alle elf Plätze vergeben. Vor Goalie Yann Sommer verteidigen Stephan Lichtsteiner, Fabian Schär, Johan Djourou und Rodriguez. Im Mittelfeld wird Inler flankiert von Behrami und Xhaka. Im Sturm setzt Petkovic auf Haris Seferovic und Drmic. Shaqiri hat die Freiheit, sich zwischen den Linien zu bewegen oder auf den Flügel auszuweichen. (Si)


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