Gascoigne wegen Rassismus verurteilt

ENGLAND ⋅ Ein Gericht verhängt gegen den ehemaligen englischen Fussball-Nationalspieler Paul Gascoigne wegen rassistischer Äusserungen einen Geldstrafe von 1000 Pfund.

Der 49-jährige Gascoigne, der für England 57 Länderspiele bestritten hat, räumte am Montag vor dem Gericht in Dudley ein, seine abwertenden Worte über einen dunkelhäutigen Sicherheitsmann im vergangenen November könnten als "Bedrohung oder Beleidigung" aufgefasst werden.

Bezirksrichter Graham Wilkinson hielt Gascoigne vor, "scherzhafte und heimtückische Bemerkungen" seien eine Art von Rassismus, die bekämpft werden müsse. Die strittigen Aussagen fielen am 30. November in Gascoignes Show "An Evening with Gazza" in Wolverhampten. Gascoigne sagte zu einem Sicherheitsmann: "Könnten Sie bitte mal lächeln, ich kann Sie nämlich nicht sehen." Wilkinson sagte, Gascoigne habe die Hautfarbe des Betroffenen thematisiert, um dafür einen Lacher von mehr als tausend Zuschauern einzuheimsen.

Der frühere Mittelfeld-Spieler galt einst als einer der begabtesten Fussballer der Welt. Seit seinem Abschied vom Sport 2004 machte er immer wieder Negativ-Schlagzeilen mit Drogen- und Alkoholproblemen. (sda/dpa)


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