Problemloser Sieg der Schweiz in San Marino

EM-QUALIFIKATION ⋅ Nach den beiden Niederlagen gegen England und Slowenien erringen die Schweizer Fussballer in der EM-Qualifikation den erwartenden und ungefährdeten ersten Sieg. Sie bezwingen San Marino 4:0.

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Die Schweiz kam zum ersten Sieg unter dem neuen Nationalcoach Vladimir Petkovic. Nach zwei Niederlagen feierten die Schweizer am 3. Spieltag der EM-Qualifikation den erwarteten Erfolg in San Marino.

So wenig gefährdet der erste Schweizer Erfolg unter Nationalcoach Vladimir Petkovic war, so wenig befriedigend war er auch. Die Schweizer führten schon nach einer halben Stunde 3:0 und verpassten es danach, noch wesentlich mehr für die Tordifferenz zu tun, die in der Schlussabrechnung wichtig werden könnte.

Vor allem in der zweiten Halbzeit schienen die Schweizer weitere Treffer nicht mehr mit letzter Konsequenz zu suchen. Sie zogen gegen Ende der Partie sogar dem Unmut der vielen mitgereisten Fans auf sich. Xherdan Shaqiri stand bei seinem 4:0 nach 79 Minuten deutlich im Offside - wie auch bereits Haris Seferovic beim 1:0 nach 10 Minuten. Ziemlich bezeichnend war auch die Unentschlossenheit, mit der Ricardo Rodriguez in der 90. Minute einen berechtigten Foulpenalty trat. Mit seinem schwachen Schuss lud der Wolfsburger Verteidiger den Torhüter Simoncini, San Marinos klar besten Akteur, zur erfolgreichen Parade ein.

Angesichts der absoluten Harmlosigkeit der Sanmarinesen war das Spiel mit dem 1:0 nach im Prinzip bereits entschieden. Seferovic war, völlig allein gelassen, mit einem Kopfball auf Flanke von Pajtim Kasami erfolgreich. Er beendete damit für die Schweizer Nati eine Durststrecke von nicht weniger als 329 Minuten ohne Torerfolg.

Noch ehe abermals Seferovic rund eine Viertelstunde später mit einem Flachschuss das 2:0 erzielte, vergaben die Schweizer eine ganze Reihe erstklassiger Chance. In dieser Phase wie auch über weite Strecken der zweiten Halbzeit kamen die Gastgeber kaum je aus ihrer Platzhälfte heraus.

Besonders Josip Drmic gelingt derzeit im Abschluss kaum etwas. Das offensichtlich angeschlagene Selbstvertrauen ist mit Sicherheit eine Folge seiner Reservistenrolle bei Drimcs neuem Klub Bayer Leverkusen. Dass Trainer Vladimir Petkovic den unglücklichen Stürmer zur Pause auswechselte, dürfte der psychischen Verfassung des letztjährigen Goalgetters von Nürnberg nicht förderlich sein. Schon nur ein Tor gegen San Marino hätte ihm sehr gut tun können.

Das 3:0, erzielte von Blerim Dzemaili per Kopfball nach einem scharfen Corner von Ricardo Rodriguez, war die logische Folge der klaren Überlegenheit der Schweizer.

Mit einer "sicheren" Führung von drei Toren in die Pause zu gehen, war den Schweizern in einem Wettbewerbsspiel fünf Jahre lang nicht mehr gelungen. Im Oktober 2009 führten sie auswärts gegen Luxemburg ebenfalls 3:0. In der zweiten Halbzeit fielen damals keine Tore mehr.

Das Spiel hatte für die Schweiz an sich unter ungünstigen Voraussetzungen begonnen. Trainer Petkovic musste relativ kurzfristig die angeschlagenen Gökhan Inler und Valon Behrami ersetzen. An ihrer Stelle beorderte er Blerim Dzemaili und Pajtim Kasami in die Startformation. Auf das Spiel der Schweizer hatte dies aber keine ersichtlichen negativen Auswirkungen. Im Gegenteil: Kasami zeichnete sich als Vorbereiter aus, Dzemaili als Torschütze.

San Marino - Schweiz 0:4 (0:3).

Olimpico, Serravalle. - 2289 Zuschauer. - SR Chapron (Fr). - Tore: 10. Seferovic (Kasami) 0:1. 24. Seferovic 0:2. 30. Dzemaili (Corner Rodriguez) 0:3. 79. Shaqiri (Xhaka) 0:4.

San Marino: Simoncini; Bonini, Fabio Vitaioli (17. Cervellini), Della Valle, Brolli, Battistini; Palazzi, Alex Gasperoni (70. Lorenzo Gasperoni), Chiaruzzi, Matteo Vitaioli (62. Hirsch); Stefanelli.

Schweiz: Sommer; Lichtsteiner (59. Widmer), Djourou, Von Bergen, Rodriguez; Kasami (73. Barnetta), Xhaka, Dzemaili; Seferovic, Shaqiri, Drmic (46. Mehmedi).

Bemerkungen: Schweiz ohne Inler, Senderos und Schär (alle verletzt). Verwarnung: 27. Dzemaili (Foul). 90. Rodriguez scheitert mit Foulpenalty an Simoncini.

Rangliste: 1. England 9. 2. Slowenien 6. 3. Litauen 6. 4. Schweiz 3. 5. Estland 3. 6. San Marino 0. (Si)


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