Dieter Hecking bei Wolfsburg entlassen

DEUTSCHLAND ⋅ Für Trainer Dieter Hecking geht die Zeit bei Wolfsburg nach fast vier Jahren zu Ende. Eine lang anhaltende Negativserie in der Meisterschaft wurde dem 52-jährigen Hecking zum Verhängnis.

Aktualisiert: 
17.10.2016, 17:42
17. Oktober 2016, 17:36

In der Bundesliga ist Wolfsburg zuletzt auf den 14. Platz abgerutscht.

Diego Benaglio und Ricardo Rodriguez, die Schweizer Söldner bei Wolfsburg, werden demnach in Kürze einen neuen Trainer bekommen. Einstweilen wird die Mannschaft von U23-Coach Valérien Ismaël betreut, dem früheren Verteidiger von Werder Bremen, Bayern München und Hannover.

Wolfsburg startete Ende August vielversprechend mit einem 2:0-Sieg in Augsburg in die Meisterschaft. Aus den sechs Spielen seither resultierten jedoch drei Unentschieden und drei Niederlagen. Am Sonntag verlor die Mannschaft daheim gegen Aufsteiger Leipzig 0:1.

Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs hatte am Sonntag nach der dritten Saisonniederlage ein Bekenntnis pro Hecking vermieden. Erstmals liessen die Fans "Hecking-raus"-Rufe vernehmen.

Im Kalenderjahr 2016 haben die Wolfsburger in 24 Spielen nur 25 Punkte geholt. Dabei investierte der VfL zu Saisonbeginn rund 42 Millionen für acht neue Spieler. Sieben Spieler wiederum wurden für rund 50 Millionen abgegeben.

Das Training am Montag leitete Hecking noch. Es begann allerdings nach einem Gespräch zwischen dem Cheftrainer und Allofs mit 20-minütiger Verspätung. In der Vergangenheit hatte Wolfsburgs Sportchef noch nie einen Trainer beurlaubt. Hecking seinerseits hatte seine Engagements in Lübeck, Aachen und Hannover selbstständig beendet.

Dieter Hecking war kurz vor Weihnachten 2012 von Allofs geholt worden. Nach 1395 Tagen endet nun die Zusammenarbeit. Heckings grösster Erfolg in Wolfsburg war der Cupsieg im Jahr 2015 mit dem Erfolg im Final gegen Borussia Dortmund sowie der 2. Platz in der gleichen Saison hinter Bayern München.

Die Trainerstühle sind in dieser Saison in Norddeutschland besonders wacklig. Zuletzt hatten Werder Bremen und der Hamburger SV ihre Trainer Viktor Skripnik respektive Bruno Labbadia beurlaubt. (sda)


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