Drei Umstellungen in der Schweizer Formation

WM-PLAYOFFS ⋅ Im Playoff-Hinspiel in Belfast verändert Vladimir Petkovic seine Stammformation auf drei Positionen. Auf Experimente verzichtet der Nationalcoach in Nordirland, die Umstellungen sind nachvollziehbar.
09. November 2017, 19:30

Für den verletzten Abwehrpatron Johan Djourou rückt wie erwartet der Basler Manuel Akanji nach. Auf der linken Mittelfeldflanke weicht Petkovic von seinem bisherigen Kurs ab: Admir Mehmedi, der in neun der letzten zehn Pflichtspiele das Vertrauen des Selektionärs genoss, muss Steven Zuber weichen. Der bereits wochenlange Stillstand in Leverkusen bleibt nun auch in der SFV-Auswahl nicht mehr folgenlos.

Zuber gehört in der aktuellen Kampagne zum dritten Mal zur Startformation. Der Couloir-Sprinter aus Hoffenheim hat sich vor allem mit seiner Tor-Doublette gegen Ungarn (5:2) für höhere Aufgaben aufgedrängt.

Für den angeschlagenen Valon Behrami kommt am Tag nach der Udinese-Debatte im defensiven Zentrum an der Seite von Granit Xhaka der Mönchengladbacher Aufbauer Denis Zakaria zum Zug; elf Tage vor seinem 21. Geburtstag spielt das Borussia-Talent zum ersten Mal von Beginn weg. Von ihm erhofft sich Petkovic einige Inputs. Zakaria gilt als Akteur, der auf dem Rasen keiner Konfrontation ausweicht.

Die physisch starken Neulinge sollen ihren Teil dazu beitragen, dass der Favorit im Windsor Park dem robusten Widersacher in jeglicher Hinsicht mit der richtigen Mentalität und Physis begegnet. "Im heissen Spiel", mit dem Xherdan Shaqiri rechnet, dürfte die körperliche Komponente eine zentrale Rolle spielen.

Michael O'Neills Equipe ist vor eigener Kulisse nur schwer auszuspielen. Neun ihrer letzten zehn Heimspiele hat der Achtelfinalist der letzten EM ungeschlagen überstanden. "Das Spiel ohne Ball gehört zu unseren Stärken", betonte der Trainer. Die Schweizer sind gewarnt.

Schweizer Startformation im WM-Playoff-Hinspiel in Nordirland: Sommer (Mönchengladbach); Lichtsteiner (Juventus Turin), Schär (La Coruña), Akanji (Basel), Rodriguez (Milan); Zakaria (Mönchengladbach), Xhaka (Arsenal); Shaqiri (Stoke City), Dzemaili (Montreal Impact), Zuber (Hoffenheim); Seferovic (Benfica Lissabon). (sda)


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