Nach Tumulten: Zwei Verletzte und Spielabbruch im Gersag

EMMENBRÜCKE ⋅ Das 3.-Liga-Spiel zwischen Emmenbrücke und Aufsteiger Südstern musste in der 85. Spielminute abgebrochen werden. Die Tumulte im Gersag-Stadion forderten ein grosses Polizei-Aufgebot – und zwei Verletzte.

Aktualisiert: 
04.09.2016, 13:00

Bereits vor der 85. Spielminute verlief das Spiel am Samstag auf und neben dem Platz im Emmer Gersag-Stadion sehr emotional. Die Südstern Spieler kassierten bereits zuvor drei gelbe Karten. In der 31. Spielminute schoss Geri das 1:0 für Aufsteiger Südstern, wie REGIOfussball.ch berichtete.

Anschliessend folgten Szenen, die allerdings wenig mit Sport zu tun haben. Ein Zuschauer der Gastmannschaft des FC Südsterns wirft eine Flasche in Richtung Trainer der Heimmannschaft. Die Polizei wurde gerufen, um die Situation zu klären und zu beruhigen, worauf diese das Gersag wieder verliess.

Dann folgte die 85. Minute: Südstern führte mit 1:0, als der Schiedsrichter einen Handspenalty für Emmenbrücke pfiff. Die Situation eskalierte. Zuerst fielen Sprüche zwischen den zwei Coaching-Zonen und Ersatzbänken. Anschliessend drangen Südstern-Akteure in die Coaching-Zone des FC Emmenbrücke ein und es folgten tumultartige Szenen. Auch auf den Zuschauerrängen eskalierte die Situation im Stadion. Die rund 200 Zuschauer beider Fanlager gingen aufeinander los. Unter anderem trug ein Spielervater der Heimmannschaft eine blutende und möglicherweise gebrochene Nase davon. Insgesamt mussten zwei Personen verletzt ins Spital gebracht werden, wie die Luzerner Polizei mitteilt.

Nach wenigen Minuten traf die Polizei mit sieben Einsatzfahrzeugen auf der Sportanlage Gersag ein um die Situation wieder in den Griff zu bekommen, wie REGIOfussball.ch weiter schreibt. Noch vor dem Ausführen des Elfmeters wurde das Spiel abgebrochen. 

«Eine Grenze überschritten worden»

Nun liegt der Fall beim Innerschweizer Fussballverband (IFV). In einem Communiqué hat sich dessen Präsident Urs Dickerhof mittlerweile zu Wort gemeldet: «Der IFV muss den Schiedsrichter-Rapport abwarten und wenn notwendig die Vereine zum Vorfall anhören. Erst wenn der Sachverhalt fundiert abgeklärt ist, können Entscheidungen, respektive Strafen ausgesprochen werden.» Für Dickerhof ist klar: «Wenn ein Polizeieinsatz auf einem Fussballplatz notwendig wird, ist eine Grenze überschritten worden, die wir nicht akzeptieren können.»

chg


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