Schötzer Widerstand reicht nicht gegen FCL-U21

FUSSBALL ⋅ Das Innerschweizer Derby zwischen Schötz und Luzerns U21 ist ein intensiver, kampfbetonter Match mit zahlreichen Torszenen. Am Schluss gewinnt die FCL-Nachwuchsmannschaft etwas glücklich 3:1.
10. September 2017, 07:57

Gerardo Seoane, der erfahrene U21-Trainer des FC Luzern, musste nach dem Schlusspfiff zugeben: «Im Grossen und Ganzen bin ich mit unserer Leistung zufrieden. Wir sind aber auch glücklich, gewonnen zu haben. Denn in der letzten Viertelstunde waren die Schötzer «mit stehenden Bällen ganz schön gefährlich – und wir erzielten das 3:1 mit einem Konter». In der 90. Minute fiel dieser entscheidende Treffer: Der herausragende Ruben Vargas hatte Glück, dass seine scharfe Hereingabe von Schötz-Innenverteidiger Luca Ferricchio ins eigene Tor abgelenkt wurde.

Foul an Schötzer Skeraj hätte zu Penalty führen müssen

Wie Seoane richtig festgestellt hatte, waren die unermüdlichen Gastgeber aus Schötz vor dem Tor zum 1:3-Endstand zu einigen guten Ausgleichschancen gekommen. Unter den 350 Zuschauern auf Wissenhusen gab vor allem die Szene in der 78. Minute zu reden, als Agron Skeraj im Strafraum von einem FCL-Spieler zu Fall gebracht wurde. Der Elfmeterpfiff blieb zwar aus, aber Seoane und seine Mannschaft hätten sich nicht beklagen können, wenn Schiedsrichter Stefano Tonini das penaltyreife Foul geahndet hätte.

Spektakulär war in der 86. Minute der harte und platzierte Weitschuss des Schötzer Mittelfeldspielers Eduard Nikmengjaj, der nach einem Corner die Lücke im bevölkerten Luzerner Sechzehner fand. Doch der talentierte FCL-Goalie Simon Enzler (19) stellte seine Klasse unter Beweis und parierte den Ball mit einem Reflex zur Seite in Corner.

Im intensiven und kampfbetonten Innerschweizer Derby waren auch sonst zahlreiche Torszenen und schnelle, schnörkellose Angriffe zu sehen. Luzern-Coach Seoane monierte bei seinen Spielern ein teilweise zu wenig konsequentes und robustes Verhalten in Zweikämpfen und Kopfballduellen. Andererseits zeigte sich im Spiel die feinere technische Klinge, welche die U21-Spieler des FCL aufgrund ihrer Ausbildung und einem deutlichen Plus an Trainings im Vergleich zu ihren Kontrahenten vom Landverein FC Schötz führten.

Zwei harmonierende Duos beim FCL

Dennoch kamen die Gastgeber während der starken Startphase in der 9. Minute durch Manuel Zobrist zum verdienten 1:0. Innenverteidiger Sousa Miranda markierte zehn Minuten später mit dem Kopf nach einer Eckballvorlage das 1:1. Ebenfalls sehenswert war die Luzerner Führung durch Lorik Emini in der 51. Minute. Der aus Zug stammende Mittelfeldspieler nützte eine tolle Vorlage von Lukas Riedmann zurück von der Grundlinie zu einem strammen und unhaltbaren Hocheckschuss zum 2:1.

Der auffällig spielende 18-jährige Emini und Riedmann harmonierten auch sonst gut. Gleich positiv fiel auf der linken Angriffseite das Zusammenspiel zwischen Vargas und Dren Feka auf. Der aus dem zweiten Team des Hamburger SV geholte Feka bekam in der U21 Spielpraxis und nutzte diese unter den Augen von FCL-Sportkoordinator Remo Meyer zu einem guten Auftritt. Aber auch die anderen beiden Männer in der Dreierabwehr, Joel Sousa Miranda und Cleric Njau, machten ein gutes Spiel.

 

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch


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