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YB - GC und Lugano - Vaduz zum Auftakt

SUPER LEAGUE ⋅ Beim Auftakt der Rückrunde der Super League drohen die Young Boys im Direktduell gegen GC den Kontakt zu verlieren. Auch am Tabellenende steht zwischen Lugano und Vaduz bereits viel auf dem Spiel.

Die über 60 Transfers den Winter hindurch sorgen in der Super League für einige Fragezeichen. Wie gut verkraftet GC den Abgang von Yoric Ravet? Kann dieser bei den Young Boys Renato Steffen vergessen machen? Wie wirkt sich das "Ausmisten" beim FCZ auf die Leistungen aus? Kann Vaduz ohne Markus Neumayr den Abstieg verhindern? Und wie dominant ist der FCB ohne Mohamed Elneny? Die Liste der spannenden Fragen ist damit längst nicht abgeschlossen.

Beim Start am Wochenende stehen am Samstag die Begegnung zwischen den Young Boys und den Grasshoppers (20.00 Uhr) sowie das Kellerduell zwischen Lugano und Vaduz (17.45 Uhr) im Fokus. Während die vor der Winterpause offensiv überzeugenden Grasshoppers ohne den nach Bern gezogenen Ravet den 2. Platz und damit die Chancen auf die Champions League behaupten wollen, will YB nach miserablem Saisonstart und vorzeitig geplatzten Meisterträumen zumindest GC noch überholen.

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Der EVZ gewinnt das Auswärts-Spiel gegen die SCL Tigers.

Die Vorzeichen dazu stehen nicht allzu schlecht: Bei den Bernern tat sich im Winter bis auf den Abgang von Renato Steffen vergleichsweise wenig. Das bevorstehende Comeback von Guillaume Hoarau nach viermonatiger Verletzungspause und die Verpflichtung GCs achtfachen Hinrunden-Torschützen Ravet nähren die Hoffnungen auf ein Offensivspektakel, zumal der Transfer des Mittelfeld-Stabilisators Sékou Sanogo nach Hamburg unverhofft geplatzt ist. Diese Ausgangslage verleitete einige Berner Akteure zu Kampfansagen. Miralem Sulejmani sagte: "Wir sind die stärkste Mannschaft in der Super League." Ravet sagte: "YB will Titel gewinnen, ich will Titel gewinnen - hier bin ich richtig."

Bei den Grasshoppers wird sich ein erstes Mal zeigen, ob Ravets Abgang in der Offensive schwer ins Gewicht fällt. Mit Haris Tabakovic ging ein Talent den umgekehrten Weg von Bern auf den GC-Campus, und dass Trainer Pierluigi Tami junge Spieler stärker machen kann, zeigt nicht nur das Beispiel Shani Tarashaj. Der 20-Jährige mutierte unter Tami vom Reservisten zum torgefährlichen Offensivspieler.

Offensiv wegen Ravets Abgang vermutlich weniger durchschlagskräftig, hoffen die Grasshoppers durch die Verpflichtung von Philippe Senderos auf mehr defensive Stabilität. Ob der 55-fache Nationalspieler am Samstag gegen YB bereit für einen Einsatz ist, ist offen. Der 30-jährige bestritt seinen letzten Ernstkampf im April letzten Jahres für die U21 von Aston Villa, letztmals regelmässig spielte er im September 2014.

Am Tabellenende steht Vaduz unter Zugzwang. Die Liechtensteiner treten in Lugano zum Kellerduell an und drohen mit einer Niederlage den Anschluss zu verlieren. Der vom FCZ geholte Stürmer Armando Sadiku (5 Tore in der Hinrunde) soll für eine bessere Chancenverwertung sorgen, Dejan Janjatovic den Verlust der Mittelfeld-Schaltzentrale Markus Neumayr (nach Luzern) vergessen machen.

Der Zeitpunkt für die Begegnung mit Lugano scheint günstig für Vaduz: Die Tessiner bestritten nur ein Testspiel und trainierten unter Zdenek Zeman stattdessen intensiv die Fitness. Möglich, dass die Beine beim Auftakt noch etwas schwer sind. (sda)

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