Rekord oder Aufschub des Titelgewinns

SUPER LEAGUE ⋅ Was seit gefühlten Monaten klar scheint, könnte am Sonntag Tatsache werden: der achte Meistertitel des FC Basel in Folge, sieben Runden vor Schluss.
22. April 2017, 04:00

Sowohl in Sachen Datum als auch bezüglich Anzahl Spieltage (nach dem 29.) wäre der 20. Titel in der Vereinsgeschichte des FCB eine Rekordmarke. Damit dies eintritt, ist allerdings Schützenhilfe vonnöten. Basel muss am Samstagabend den FC Vaduz schlagen und darauf hoffen, dass anderntags Lugano den Young Boys auswärts ein Unentschieden abringt. Ansonsten könnte es der FCB am kommenden Freitag in Luzern dann auch aus eigener Kraft schaffen. Dann wäre es aber kein Rekord mehr, was das frühestmögliche Datum angeht.

Zumindest das Prozedere der Meisterfeier ist geregelt. Das Team wird an einem spielfreien Tag nicht öffentlich auftreten, auch wenn es an diesem etwas zu feiern gäbe. Stattdessen ist am Tag nach dem letzten Meisterschaftsspiel gegen St. Gallen eine grosse Sause geplant. Der Gewinn des zweiten Sterns für 20 Titel wird am späteren Nachmittag am Pfingstsamstag, 3. Juni, zelebriert.

Vielleicht passte die Ernennung des neuen Cheftrainers Raphael Wicky am Freitag ganz gut ins Basler Konzept, nicht ständig über etwas längst Greifbares, aber noch nicht ganz Konkretes reden zu müssen. "Es ist äusserst dumm, am Freitag von etwas zu sprechen, was nicht ist", sagte Noch-Coach Urs Fischer. "Vor zwei Jahren hat Basel den Titel früh geholt und hat dann runtergefahren", so Fischer. Das Resultat habe man im mit 0:3 verlorenen Cupfinal gegen Sion gesehen.

St. Gallen und Thun müssen siegen

Die Grasshoppers wären mit einem Heimsieg gegen Luzern ihre Abstiegssorgen los. Ein Direktduell in der unteren Ranglistenhälfte steht auch an diesem Wochenende wieder im Programm. Vor der 29. Runde sind St. Gallen und Thun durch vier Punkte getrennt, dem Verlierer (es wäre für ihn die vierte Niederlage in Serie) stehen womöglich schwierige Wochen bevor.

In der zweiten Partie vom Sonntag ab 13.45 Uhr empfangen die Young Boys den FC Lugano, der nach drei Siegen in Folgen mit einer Europacup-Teilnahme liebäugelt. Als Fünfter dürften die Tessiner die zweite Qualifikationsrunde der Europa League bestreiten.

Lausanne-Sport könnte sich am späten Sonntagnachmittag mit einem Auswärtserfolg gegen Cupfinalist Sion etwas Luft verschaffen. (sda)


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