Sion ärgert sich nach der Niederlage

SUPER LEAGUE ⋅ Der FC Sion fordert dem FC Basel beim 1:2 alles ab und steht am Ende doch mit leeren Händen da. "Langsam macht es keinen Spass mehr", sagt Elsad Zverotic.

27. November 2016, 19:43

Zverotic haderte nach Spielschluss auf dem Weg zur Kabine mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Nikolaj Hänni. Nachdem die Sittener schon in der letzten Runde beim 3:4 in Bern gegen die Young Boys nicht vom Referee begünstigt worden waren, konnten sich sich diesmal über zwei Szenen ärgern: Das Basler Siegtor zum 2:1 fiel nach einer knappen Abseitsposition von Marc Janko, und in der Nachspielzeit leistete sich Renato Steffen im eigenen Strafraum ein Handspiel. Beide Male blieb der Pfiff aus.

Zverotic bedauerte, dass der FC Basel immer mal wieder Hilfe vom Schiedsrichter bekomme. Der Verteidiger ärgerte sich vor allem deshalb so heftig, weil seine Mannschaft es am Sonntagnachmittag geschafft hatte, dem FC Basel alles abzufordern. Der FC Sion hielt mehr als bloss dagegen, freute sich auch Trainer Peter Zeidler: "Wir wollten zeigen, was wir können. Das ist uns zum Teil gelungen."

Dass es nicht reichte, um ein positives Resultate zu erreichen, führte Zeidler nicht auf den Schiedsrichter zurück. Der Deutsche wollte zur Leistung des Referees nichts sagen. Er beschränkte sich auf Kritik an seiner Mannschaft: "Uns hat in der ersten Halbzeit die Präzision und auch etwas der Mut gefehlt." Seine Spieler hätten vielleicht zu viel Respekt vor dem grossen Gegner gehabt. Dieser habe seine Klasse auch in Sitten bewiesen, nicht zuletzt nach dem Ausgleich zum 1:1, betonte der faire Verlierer.

Auf der Gegenseite hob Urs Fischer hervor, dass sein FCB den Kampf angenommen habe: "Das war nicht einfach vier Tage nach dem schwierigen Spiel in Sofia gegen Ludogorez." Dass spielerisch vieles nicht einwandfrei lief, bestritt der Zürcher nicht: "Solche Partien gibt es halt manchmal." Nun haben die Basler zwei Tage Zeit, sich zu erholen. Fischer hat das nächste Training nach den Anstrengungen der letzten Wochen erst auf Mittwoch angesetzt. (sda)


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