Topspiel im Tourbillon, Strichkampf in Vaduz

SUPER LEAGUE ⋅ Das wiedererstarkte Sion empfängt am Sonntag den noch ungeschlagenen FC Basel zum Topspiel der 16. Runde der Super League. Am Strich kommt es zum Duell zwischen dem Tabellenletzten Vaduz und Lugano.

27. November 2016, 04:00

Ungeschlagen und mit 15 Punkten Vorsprung liegt der FC Basel unangefochten an der Tabellenspitze, drei Tage nach der Enttäuschung in der Champions League beim 0:0 gegen Rasgrad in Sofia folgt für den Serienmeister in der Super League der nationale Härtetest. Der FCB gastiert am Sonntag in Sion, dem neben Basel derzeit formstärksten Team der Liga. Für FCB-Trainer Urs Fischer ist der Auftritt im Tourbillon eine Herausforderung. "Sion verfügt über viel Substanz und hat einen guten Lauf."

Fischers Gegenüber Peter Zeidler ist gespannt auf die Reaktion seiner Mannschaft auf das spektakuläre 3:4 am letzten Wochenende gegen die Young Boys, der ersten Niederlage Sions seit Zeidlers Ankunft. "Der FCB ist der beste Klub der Schweiz. Die Tabelle sagt alles", so der frühere Assistent von Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick in Hoffenheim. "Wir wollen zeigen, dass wir auch gegen einen solchen Gegner gewinnen können." Der letzte Walliser Meisterschaftssieg gegen den FCB liegt bereits mehr als fünf Jahre zurück.

Continis Selbstkritik

Am Tabellenende geraten beim FC Vaduz Trainer Giorgio Contini und Sportchef Bernt Haas immer mehr unter Druck. Aus den letzten zehn Partien resultierte für den Tabellenletzten nur ein Sieg, der Rückstand auf Platz 9 beträgt bereits drei Punkte. Im Heimspiel am Sonntag gegen Lugano ist die Mannschaft unter Zugzwang.

Personelle Probleme sind aus Sicht Continis mit ein Grund für die Misere. Allein gegen Lugano fehlen acht Spieler, einige haben ihre Topform (noch) nicht erreicht, die im Sommer getätigten Transfers erwiesen sich bislang nicht als die erhoffte Verstärkung. "Jeder muss zuerst vor der eigenen Türe kehren und die Fehler bei sich selbst suchen", so der Trainer. Auch wenn im Umfeld des Klubs die eine oder andere kritische Stimme zu vernehmen ist, sitzt Contini fest im Sattel. Für Präsidentin Ruth Ospelt ist der Trainer "kein Thema".

Im dritten Spiel des Tages empfängt Aufsteiger Lausanne-Sport die Young Boys, die nach dem Ausscheiden aus der Europa League unter der Woche eine Enttäuschung zu verarbeiten haben. Die Berner sind in der Meisterschaft seit neun Spielen ungeschlagen und erzielten in den letzten vier Partien 15 Tore. Die Lausanner haben die letzten fünf Spiele verloren. In der Super League konnten die Waadtländer gegen die Berner in den letzten sieben Begegnungen nicht gewinnen. (sda)


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