Für FCSG-Coach Contini wird die Luft dünn

ST. GALLEN - ZÜRICH 1:2 ⋅ Befreiungsschlag für den FC Zürich, erneuter Rückschlag für den FC St. Gallen: Der FCZ beendete mit dem 2:1 in St. Gallen seine Baisse, der Heimklub verpasste einen dringend nötigen Punktezuwachs.
Aktualisiert: 
11.02.2018, 19:51
11. Februar 2018, 18:29

Für den angezählten Giorgio Contini wird die Luft dünn. Die Bewährungsprobe haben der Trainer und seine Mannschaft trotz 13'323 Zuschauern und guter Unterstützung auf den Rängen nicht bestanden. Glücklich ging St. Gallen durch Marco Aratore nach schöner Passfolge über Toko und Nicolas Lüchinger unmittelbar vor der Pause in Führung. Doch nach dem Wechsel war der Heimklub dem erhöhten Druck und dem höheren Pressing der Zürcher nicht mehr gewachsen.

"Wir vermochten nur noch zu reagieren und konnten den Ball nicht mehr in den eigenen Reihen halten", stellte Abwehrchef Alain Wiss fest. Die Quittung: Zürich glich durch das erste Super-League-Goal des 19-jährigen Eigengewäches Fabian Rohner nach mustergültigem Kombinationsspiel über Pa Modou, Roberto Rodriguez und Dwamena nach 66 Minuten aus. Und elf Minuten später hatte der FCZ das Spiel gedreht. Ein Corner von Rodriguez flog durch den St. Galler Torraum, der aufgerückte Victor Palsson legte auf Dwamena zum Siegestreffer ab.

"Wir haben uns dank dem Pressing nach dem Wechsel belohnt. Dieser Sieg tut nach drei Niederlagen hintereinander gut", meinte Alain Nef, der wieder in die FCZ-Dreierabwehr zurückkehrte. Der FCZ-Sieg war verdient, verzeichneten doch die Gäste mehr Torchancen und trafen durch Michael Frey und Antonio Marchesano zweimal die Torumrandung.

Contini tadelte die mangelnde Cleverness beim ersten und die ungenügende Zuteilung beim zweiten Gegentreffer. "Wir sind in gewissen Situationen einfach zu lieb. Uns gelang trotz Leidenschaft und Kampf nicht das, was wir uns erhofft haben. Über meine Zukunft als entscheide nicht ich." Etwas Trost erhielt er an der Medienkonferenz von FCZ-Kollege Uli Forte, einem seiner Vorgänger beim FCSG: "Es war ein glücklicher Sieg nach einem technisch wenig hochstehenden Kampfspiel."

Telegramm:

St. Gallen - Zürich 1:2 (1:0). - 13'323 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 43. Aratore (Lüchinger) 1:0. 66. Rohner (Dwamena) 1:1. 77. Dwamena (Palsson) 1:2.

St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Wiss, Gönitzer; Lüchinger (82. Tafer), Tschernegg, Aleksic, Toko (82. Sigurjonsson), Aratore; Itten (84. Babic), Buess.

Zürich: Vanins; Nef (83. Bangura) Palsson, Thelander; Winter (58. Rohner), Marchesano, Sarr, Rüegg (60.Rodriguez), Pa Modou; Frey, Dwamena.

Bemerkungen: St.Gallen ohne Barnetta (gesperrt), Musavu-King, Adonis Ajeti und Krucker (alle verletzt), Haggui, Wittwer, Ben Khalifa und Muheim (nicht im Aufgebot). Zürich ohne Alesevic, Brunner, Kempter, Schönbächler und Maouche (alle verletzt). 6. Pfostenschuss von Frey. 70. Lattenschuss von Marchesano. 71. Tor von Buess aberkannt (Foul an Vanins). Verwarnungen: 40. Thelander. 47. Rüegg. 50. Winter. 71. Buess (alle Foul). 84. Dwamena (Handspiel). 88. Wiss. 92. Rodriguez (beide Foul). 92. Pa Modou (Reklamieren). (sda)


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