Doppelte Weichenstellung bei den Kriensern

HANDBALL ⋅ Mit einem Sieg kann sich der HC Kriens heute im Auswärtsspiel gegen Endingen (20.00) definitiv in Richtung Finalrunde orientieren. In Gang kommt auch die Trainer-Evaluation.
11. Oktober 2017, 08:20

Das Tagesgeschäft beim HC Kriens-Luzern vor der Nationalmannschafts-Pause beinhaltet drei Fixpunkte. Heute will sich das Team von Trainer Heiko Grimm mit einem diskussionslosen Sieg bei Endingen endgültig im Finalrunden-Sektor etablieren. Am Samstag beim Europacup-Rückspiel in Holstebro ist nichts anderes angesagt als: den Schaden im Rahmen zu halten. «Diese europäische Partie hat sicher keine Priorität», gesteht HCK-CEO Nick Christen.

Am Mittwoch darauf kämpft der HC Kriens-Luzern nämlich gegen Bern-Muri um den Einzug in den Cup-Halbfinal: «Dann», fordert Christen, «müssen wir parat sein. Der Pokal im Cup – das ist unser ganz grosses Saisonziel.»

Bei Endingen heute Abend melden sich Luca Spengler und Peter Schramm für die Defensive zurück. Und Boris Stankovic (37) erbarmt sich: Der Oldie meldet sich nochmals zum Dienst. «Wenn wirklich Not am Mann ist», sagt der Serbe, «kann ich das Team doch nicht im Stich lassen.»

Noch kein Thema ist das Comeback von Aleksandar Radovanovic: «Seine Hirnerschütterung ist ärgerer Natur», erklärt Christen, «wir sind froh, wenn er bis in einer Woche beim wichtigen Cupspiel gegen Bern wieder fit ist.» Die Personaldecke ist immer noch dünn, trotzdem: «Wir wollen diese zwei Punkte gegen Endingen. Das sind wir uns schuldig, um einem guten Herbst entgegenzuschauen.»

Erste Kontakte mit Grimm-Nachfolgern

Auf der Ebene der Zukunftsplanung kommt nun ebenfalls langsam Zug und Wind in jene Angelegenheit, die nicht minder interessiert als das Tagesgeschäft: Wer wird Nachfolger von Heiko Grimm, der Ende dieser Saison in die Bundesliga disloziert? Kein Geheimnis ist: Nick Christen will «den Neuen» spätestens bis Ende November präsentieren können. «Dann haben wir in dieser Sache Ruhe und können sauber planen.»

Der Neue? «Es laufen einige Kontaktnahmen», erklärt Christen, «die Liste an Bewerbern ist lang, wir sind jetzt in der Phase der Evaluation.»

Ein offenes Geheimnis ist, dass auch Goran Perkovac auf der langen Liste der Kandidaten figuriert. Der in Luzern wohnhafte Erfolgstrainer, als Spieler mit Kroatiens Nationalteam der Captain des Olympiasieger-Teams und ausserdem Meistermacher bei Borba Luzern, sagt ohne Umschweife: «Die Aufgabe wäre höchst reizvoll. Ich bin überzeugt davon, dass Kriens den Sprung ganz nach oben schaffen kann.»

 

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch


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