Goran Perkovac wird neuer Trainer des HC Kriens-Luzern

HANDBALL ⋅ Jetzt ist es definitiv: Der fruhere Schweizer Nationaltrainer Goran Perkovac wird im Sommer 2018 Nachfolger von Heiko Grimm als Trainer des HC Kriens-Luzern.
23. November 2017, 14:00

Perkovac hat mit einem Dreijahresvertrag die Aufgabe, die Weiterenwicklung des Teams mit Blick auf den Einzug in die Pilatus Arena an die Hand zu nehmen. Grimms Wechsel in die Deutsche Bundesliga war bereits bei Saisonbeginn klar. Die Führung des HC Kriens-Luzern nahm sich in der Folge Zeit, um eine geeignete Nachfolge zu eruieren. Aus einer Reihe hochkarätiger und valabler Kandidaten haben sich die Verantwortlichen nun für den früheren Schweizer Nationaltrainer Goran Perkovac entschieden, wie der HCK am Donnerstag mitteilte.

Der 55-jährige kroatisch-schweizerische Doppelbürger ist mit einer Dreijahresvertrag ausgestattet und wird das Team anfangs Juni 2018 übernehmen.

HCK will «Impulse auf einer anderen Ebene»

«Wir möchten den eingeschlagenen Weg weitergehen und uns klar weiterentwickeln,» sagt Nick Christen, CEO des HC Kriens-Luzern. Deshalb habe man bei der Trainersuche bewusst nicht nach einer Kopie von Heiko Grimm gesucht. «Wir möchten den Wechsel an der Spitze des Teams als Chance nutzen, Impulse auf einer anderen Ebene zu erhalten», so Christen.

Liefern soll diese Impulse ein Trainer, der eine sehr erfolgreiche Karriere als Spieler hinter sich hat, der aber auch als Trainer bereits viele Erfahrungswerte mitbringt.

Der Blick auf Perkovac’s umfassendes Palmares (6 Meistertitel, 4 Cup-Siege, 4 Supercup-Siege, Trainer des Jahres im Jahr 2007) illustriert dies: Er kam 1989 aus Zagreb in die Schweiz und führte Borba Luzern 1993 zum ersten und bisher einzigen Schweizermeistertitel. Mit der kroatischen Nationalmannschaft gewann er 1996 in Atlanta olympisches Gold und wurde 1997 für die Weltauswahl nominiert. Mit 2637 Toren aus 359 NLA-Spielen steht er noch heute allein an der Spitze der ewigen NLA-Skorerliste.

Perkovac blieb auch nach seiner Karriere als Spieler in Luzern wohnhaft. Von hier aus war er Trainer bei den Kadetten Schaffhausen und bei Pfadi Winterthur, und amtete von 2008 bis 2013 als Schweizer Nationaltrainer, in seiner Zeit als Kadetten-Trainer zudem auch als Nationaltrainer Griechenlands. 2013 wechselte er als Trainer in die deutsche Bundesliga zur GWD Minden. Dorthin kehrte er im Dezember 2015 noch einmal zuruck, als er beim kriselnden TuS-N-Lubbeke den Trainerjob übernahm.

Perkovac sieht «Potenzial, das noch lange nicht ausgeschöpft ist»

«Ich freue mich riesig, dass ich die Traineraufgabe hier übernehmen darf,» sagt Goran Perkovac. «Ich bin überzeugt, dass in diesem Verein und in dieser Region ein grosses Potenzial vorhanden ist, das noch lange nicht ausgeschöpft ist.»

Bis zu seinem Amtsantritt am 1. Juni 2018 werde er die Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen, verspricht Perkovac. So wird er in der Kaderplanung fur die kommende Saison eingebunden, und er wird sich neben den Spielen des NLA-Teams vermehrt auch Spiele der SG Pilatus Handball anschauen, gehört doch der Integration von Nachwuchsspielern ein wichtiger Platz im Pflichtenheft.

pd/zim.


Leserkommentare

Anzeige: