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HC Kriens-Luzern verliert klar gegen Wacker Thun

HANDBALL ⋅ Dem HC Kriens-Luzern missrät der Auftritt in Thun gründlich. Defensiv überfordert, offensiv einfallslos schlittert der HCK gegen Wacker Thun in eine diskussionslose 26:33-Niederlage.

Einen Sieg hatte eigentlich vom HCK in der Thuner Lachenhalle niemand erwartet. Zu stark waren die Berner Oberländer zuletzt aufgetreten. Getragen von dieser Euphoriewelle ist der Meister des Vorjahres zweifellos ein sicherer Anwärter auf einen Playoff-Platz. Und dies auch dann, wenn mit Nicolas Raemy der Kreativkopf auf der Bank Statistik führt und seine Hirnerschütterung auskuriert. Immerhin hat Wacker ja mit Lukas von Deschwanden noch einen anderen Zentralschweizer, der Spiele sogar im Alleingang entscheiden kann...

Doch bei aller Freundlichkeit des Gastes - ganz so einfach wollte man es dem Team aus Thun dann aber doch nicht machen. Und doch passierte es es - im Prinzip schon in den Startminuten. 0:3 und später 1:6 lag der HCK hinten - und er hatte noch einmal richtig gemerkt, dass das Spiel an sich längt beginnen hatte...

Schon in dieser Startphase zeigte sich, wo aus Sicht des HCK das Problem lag. Ohne eine stabile, wuchtige und sattelfeste Deckung lassen sich gegen Wacker Thun keine Lorbeeren einheimsen. Genau da aber mangelte es dem HCK an diesem Abend. Fast zu keiner Zeit hielt der HCK dagegen und liess sich vom wirbligen, druckvollen Thuner Angriffsspiel an die Wand spielen. Die beiden Torhüter wurden von ihren Vorderleuten ebenfalls wenig unterstützt und konnten sich entsprechend wenig in Szene setzen bzw. konnten auch keine entscheidenden Impulse setzen. Die Erkenntnis ist nicht neu: Auch Deckungsarbeit ist eben Teamarbeit...

So fand der HCK nie jene Sicherheit, die es eben auch braucht, um vorne mit dem nötigen Selbstvertrauen zu agieren. Stattdessen zauderte der Gast aus der Zentralschweiz in den Angriffsentwicklung, und liess zudem zu oft gute Chancen aus. Dabei brauchte es nicht einmal eine Überleistung von Thun-Keeper Merz - es reicht dem HCK auch so nicht. Wacker Thun nahm diese Offerte dankend an und sicherte sich einen nie gefährdeten, sicher aber hochverdienten Vollerfolg.

Aus Krienser Sicht wird man nach diesem Spiel über das Engagement in der Deckung, aber auch im Angriff reden. Aber man wird sicher auch nichts dramatisieren (müssen). Immerhin bleibt auch nicht viel Zeit, folgen doch jetzt mit Stäfa (am Mittwoch in der Krauerhalle) und Suhr Aarau (am Samstag in der Maihofhalle) zwei eminent wichtige Heimspiele. Gelingt es dem HCK, aus diesen Partien das «Ziel Heimsieg» zu erreichen, dann sieht der Finalrunden-Fahrplan wieder vernünftig aus. Allerdings wird man gut daran tun, das Thun-Spiel durchaus selbstkritisch zu hinterleuchten. Und insbesondere dort, wo in der Lachenhalle die grossen Lücken waren, den Korrekturhebel anzusetzen.

Wacker Thun – HC Kriens-Luzern 33:26 (18:11)

Lachenhalle Thun, 850 Zuschauer. SR Brunner/Salah

Spielverlauf: 3:0, 3:1, 6:1, 7:3, 9:4, 11:7, 15:9, 16:11, 18:11, 18:12; 20:12, 21:13, 23:13 (39.), 24:14, 25:18, 27:19, 28:20, 30:22,

Wacker Thun: Merz; Linder (1), Dähler (1), Isailovic (3), Franic (3), Lanz (1), Caspar (5), Friedli (1), von Deschwanden (11/6), Chalkidis (3), Rathgeb, Huwyler, Hüsser (4).

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Portmann; Fellmann (4), Mühlebach (1), Blättler, Spengler (5), Stojanovic (5/2), Baviera (1), Lima, Stankovic (1/1), Baumgartner (4), Schramm (1), Hofstetter (4).

Bemerkungen: Strafen. Thun 3, HCK 4x2  Minuten. Thun ohne Raemy, HC Kriens ohne Tominec.

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern

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